Hallo,
im Rahmen der Aufholaktion starte ich gleich mal den nächsten Post. (Ist es seeehr offensichtlich, dass der Beginn dieses Posts schon vor Wochen geschrieben wurde?
)
Im Oktober war viel los. Kein Wunder, bei dem Wetter. Ganz überraschend war es nämlich ganz tolles Wetter (zumindest meistens). Noch richtig warm und wunderbar für Erlebnisse und Ausflüge geeignet.
So waren Noah und ich unter anderem mit meiner Mama an der Neckarwiese und haben dort den Vormittag bei strahlendem Sonnenschein verbracht, ständige Pendlerei zwischen Wasserspielplatz und normalem Spielplatz war natürlich Voraussetzung.
Und weil das schöne Wetter auch weiterhin blieb, sind wir dann mit meiner Family am Wochenende drauf nach Karlsruhe in den Zoo und haben uns dort einen schönen Tag gemacht. Noah interessiert sich
komischerweise für die meisten Tiere nicht so sehr, sondern will momentan eigentlich immer nur (weg)rennen. Einer von uns wetzte also ständig dem Junior hinterher, während sich die anderen die Tiere angeschaut haben.
Das Wochenende drauf haben wir uns auf den Weg nach Ludwigshafen zum Kürbisfest gemacht. Das Wetter war immernoch genial, wenn wir auch diesmal nun zu Pullovern greifen mussten. Die Fahrt nach Ludwigshafen (ca. eine Stunde) hat der kleine Mann auf dem Rücksitz verschlafen und war dann dementsprechend leider erstmal eine ganze Weile ziemlich
knatschig und wollte so ziemlich mit nichts etwas zu tun haben. Er saß also im Kinderwagen und wurde durch den schönen Schloßhof geschoben, dann durch den Schloßgarten, dessen Wege mit Kürbissen geschmückt waren. Weiter unten gelegen waren dann Dinosaurier aus Kürbissen nachgebaut, die
aber auch den kleinen Miesepeter recht wenig beeindruckt haben.
Überall tolle Spiele, Aufgaben, Erlebnisse für Kids, alle sind rumgerannt und haben gekreischt vor Freude nur einer…der hat gekreischt, weil man versucht hat, ihn im Heu spielen oder einen Dino anfassen zu lassen. Irgendwann hat er
sich dann aber eingekriegt und sich auf dem Spielplatz eine Weile ausgetobt. Vorallem die Rutsche hatte es ihm abgetan. Danach sind wir nochmal an den Dinos vorbei, haben dann einen kurzen Abstecher ins Märchenland gemacht und konnten da mit der Kindereisenbahn Noahs Stimmung auf den Höhepunkt des Tages bringen. Kaum war die Bimmelbahn aber wieder im Bahnhof eingefahren, wollte er wieder in den Kinderwagen und nichts mehr von der Welt wissen. Alles in allem also ein schönes Ausflugziel, nur nächstes Mal nehmen wir ein anderes Kind mit.
Im Rahmen der herbstlichen Feierlichkeiten haben wir uns an mehreren Abendenden nach dem Arbeiten am Esstisch
zusammengefunden und haben Herbstdekoration für Noahs Zimmer gebastelt. Zuerst gab es Kürbisse für die Fenster, wenige Tage später folgten ein Pappmaché Kürbis (der jedoch dann nach der Trocknungszeit nie fertig gestellt wurde und immernoch (im Januar) auf dem Kühlschrank liegt *schäm*. Im hiesigen Kaufland haben Noah und ich einen Kürbis erstanden und den dann mit Coreys Hilfe geschnitzt. Naja, sagen wir mal so. Noah und ich haben ausgesucht, abgewaschen und ein bisschen ausgespachtelt. Den Rest haben wir dem amerikanischen Halloween-Kürbis-Schnitz-Experten überlassen.
Während Corey geschnitzt hat,
haben Noah und ich uns damit beschäftigt kleine schwarze Augen, Nasen und Münder aus Tonkarton auszuschneiden, die wir dann auf die Minidekokürbisse geklebt haben. Das Endresultat war ein wunderschöner, großer, orangener Kürbis, der in der Nacht vor unserer Tür neben den kleinen Dekokürbissen mit Gesicht durch die Gegend gestrahlt hat.
Als dann Halloween war, sind wir nach Heidelberg auf die Army Base gefahren und wollten dort mit Noah Trick-Or-Treat mitmachen.
Das Affenkostüm vom letzten Jahr hat ihm auch noch gepasst und so sind wir frohen Mutes losgezogen, aber die ganze Sache war Noah nicht geheuer und er wollte nie zu irgendeinem Haus laufen oder Trick-
Or-Treat sagen, weshalb wir nach drei Häusern aufgehört haben und uns das Treiben lieber nur angeschaut haben. Nächstes Jahr hat er da sicher mehr Spass dran. Letztes Jahr war er noch zu klein um irgendwas zu verstehen und dieses Jahr kam es ihm eindeutig spanisch vor, dass da lauter verkleidete Leute unterwegs waren. Sicherlich versteht er das auch noch nicht ganz und so manche Verkleidung war auch (für einen zweijährigen) unheimlich. Ein bisschen Schokolade war aber trotzdem zusammen gekommen, die er dann aber natürlich gefuttert hat.
Was gibt es sonst noch so über den Oktober zu sagen…die in den USA als “terrible twos” bekannte Phase, die aus ständigem Heulen, Jammern, Wutanfällen und sonstigen unschönen Dingen besteht, gerade bei uns Einzug gefunden hat. Als Fazit dieser Phase kann ich sagen: Wir lieben unseren Noah über alles, aber sonderlich gemocht haben wir ihn in dieser Phase nicht. Da ich ja diesen Eintrag verspätet schreibe, kann ich nun zurückblickend sagen, dass diese Phase nur 5-6 Wochen anhielt und nun kaum noch Wutanfälle etc. vorkommen, da Noah sich mittlerweile sehr gut ausdrücken kann und daher nun in der Lage ist zu sagen, was er will. Ist natürlich frustrierend für ein Kleinkind, wenn es sich äußern will, aber niemand es versteht. Genauso frustrierend für die Eltern, die keine Ahnung haben, was sie vor lauter Gebrüll noch machen sollen. Aber diese Phase ist ja nun – Gott sei Dank – vorbei. Wie gerade eben erwähnt, spricht Noah nun schon wirklich gut. Jeden Tag kommen neue Wörter hinzu und er spricht schon Sätze mit mehreren Worten. Nun ist also auch vorsicht geboten, denn er quatscht einfach alles nach.
Beim Zahnarzt waren wir diesen Monat auch zum ersten Mal. Vom Kindergarten hatten wir einen Zettel bekommen, auf dem stand, dass wir innerhalb von drei Monaten einen Zahnarzt besuchen müssten (bekamen alle Kinder). Mir schwante Schreckliches. Zähneputzen ist ja schon ein Kampf und nun sollte ein Wildfremder in Noahs Mund schauen sollen!? Somit habe ich das erstmal ein bisschen vergessen, dann aber doch einen Termin bei einem Kinderzahnarzt ausgemacht. Alle Sorge war unnötig, denn der kleine Mann hat den Mund so weit aufgesperrt wie noch nie. Immer und immer wieder ging die Schnute auf und er ließ die Frau sogar mit dem Spiegel in den Mund schauen. Danach gab es dann zur Belohnung einen aufgeblasenen Handschuh als Andenken. Ich habe leider kein Bild, aber es sah sehr süß aus. Dank dem Internet kann ich euch zeigen, wie in etwa der “Ballon” aussah:
Noah schleppte seinen Trophäe dann stolz nach Hause, wo er allen berichtet hat, wie toll er doch die ganze Zeit “Aaaahhhh” gesagt hat.
So, hiermit beende ich diesen Artikel und sende euch ganz liebe Grüße,
Julia