Hallo ihr Lieben,
es ist August und wir sind nun schon ein Viertel Jahr wieder in Deutschland…und das Fazit ist: Es war die beste Entscheidung, die wir treffen konnten. Wir sind alle super glücklich, auch wenn noch nicht alles genau so klappt, wie wir uns das erhofft hatten, aber im Groben und Ganzen können wir uns nicht beklagen. Corey und ich haben beide Jobs, Noah geht in den Kindergarten, wo es ihm sehr gut gefällt und wir freuen uns riesig, wieder Familie und Freunde um uns zu haben.
Jetzt geht es nur noch darum den richtigen Job für Corey zu finden. Er hatte ja einen zeitlich begrenzten Job angenommen, der gegen Ende des Monats ausläuft. Es gibt Hoffnung auf eine Übernahme, allerdings ist der Job dann eine Ganztagesstelle und das hatten wir ja eigentlich nicht so geplant, da Noahs Kindergarten bereits um 14 Uhr endet. Nachdem es aber kaum Halbtagsstellen gibt und wenn, dann bewerben sich so viele Leute darauf, dass die Chancen unheimlich schlecht stehen. Nun wird Corey wohl diesen Job annehmen und dann aber weiter nach was “besserem” suchen, denn er wird von 6-8 Uhr und dann erst wieder von 12-18 Uhr arbeiten, was nicht gerade optimal ist und auch die Bezahlung ist nicht ganz so doll. Trotzdem mussten wir uns dann natürlich aber erstmal Gedanken über die Unterbringung von Noah machen, denn ich arbeite ja auch bis 17 Uhr und bin dann erst gegen 17.30 Uhr daheim. Jetzt hatte aber erstmal der Kindergarten Ferien und Coreys Job sollte ja bis Ende des Monats laufen. Von daher habe ich mich mal beim Tageselternverein Bruchsal gemeldet, es ging aber alles sehr langsam, weil viele der Tageseltern gerade selbst im Urlaub waren.
Die drei Wochen Sommerferien war Jessica, die ich über eine Anzeige im Ortsblatt gefunden hatte, von 7.30 – 14 Uhr bei uns und hat auf Noah aufgepasst. Es hat ganz toll geklappt und Noah hat sie regelrecht vergöttert. Sie waren ganz viel zusammen draußen, auf dem Spielplatz, Spazieren, im Garten spielen und die drei Wochen haben den beiden sehr gut miteinander gefallen.
Nach drei Wochen Sommerferien war der Kindergarten dann wieder zwei Tage offen, bevor er für einen Weiterbildungstag wieder die Türen schloß. Den Tag habe ich mir freigenommen und mit meinem Sohnemann einen schönen Tag an der Neckarwiese in Heidelberg verbracht. Wir haben auf dem Wasserspielplatz geplantscht, sind zwischen dem normalen Spielplatz und Wasserspielplatz hin und her gependelt, haben Eis gegessen und sind schließlich noch durch die Fußgängerzone spaziert.
Gegen Ende des Monats hat Corey dann tatsächlich den Job angeboten bekommen und diesen auch erstmal angenommen. Somit stand dann das Thema Tagesmutter wieder auf der Tagesordnung und ich habe intensiver gesucht. Der Verein schlug mir eine Tagesmutter vor, die mir am Telefon sehr sympatisch war. Sie war auch total aufgeregt und hatte sich total gefreut, dass Noah noch so “klein” ist und hat mir erzählt, was sie sich alles so vorstellt und es hat sich einfach zu gut angehört. Leider macht sich ihr Mann aber gerade selbstständig und sie muss viel mithelfen, weshalb es dann zeitlich doch nicht geklappt hat. Leider war sie aber die einzige Tagesmutter, die sich überhaupt mit einer offenen Stelle gemeldet hatte.
Kein guter Start. Gott sei Dank konnten wir Jessica nochmal für 2,5 Wochen anheuern, bevor diese ihre Ausbildung begonnen hat. Somit konnten wir die erste Zeit nochmal überbrücken. Zwischenzeitlich hatten wir auch überlegt, Noah aus dem Kindergarten hier zu nehmen und in einem Ganztagskindergarten anzumelden, da diese hier in den Ortschaften rund herum bis 17 oder 18 Uhr geöffnet sind. Wir haben uns dann aber doch dagegen entschieden, da wir nicht wollten, dass Noah dann in einem anderen Ort Freunde findet, aber hier in die Schule kommt und dann niemanden kennt. Zudem wollen wir ja irgendwann noch ein zweites (und vielleicht drittes) Kind und dann will ich auch nicht jeden Tag durch die Gegend gurken, um Noah in den Kindergarten zu bringen. Somit war diese Idee auch wieder vom Tisch. Zum Ende des Monats begann also Corey seinen Job, aber wir hatten noch keine feste Noahlösung.
So, nach den ganzen Alltagsproblem nun aber wieder zurück zu Noah und seine Entwicklung. Er plappert und spricht immer mehr. Die ersten kurzen Sätze wie “Guck mal Oma, ein Kuchen” oder “Komm her, Mama, rutschen” fallen auch schon. Englisch spricht er so überhaupt nicht mehr, er kann aber viele Wörter. Wenn Corey ihn also fragt, wie dies oder das heisst, dann antwortet er ihm auf Englisch. So fragt er zB mich nach “Sapt” =(Saft) und Corey nach “Juice”, aber er spricht eben keine Sätze oder reiht auch keine einzelnen Wörter aneinander bis auf die Sätze, die er schon immer gesagt hat, wie zB “I want…”. Da sagt er auch zu mir “I want Saft”.
Englisch tritt also immer mehr in den Hintergrund und ich bin mir nicht sicher, wie sich das ändern lässt. Corey ist schließlich die einzige Person, die mit ihm Englisch spricht. Unsere Familiensprache ist zwar auch Englisch, aber ich bin es so gewohnt Deutsch mit Noah zu sprechen, dass ich mich wirklich schwer tue und immer wieder ins Deutsche zurück falle, auch wenn wir nur zu dritt sind. Mit Corey spreche ich weiterhin Englisch, aber bei Noah kann ich es mir einfach nicht angewöhnen. Verstehen tut er aber weiterhin alles, was sein Papa sagt. Im Gegenzug ist es aber oft so, dass Corey Noah nicht versteht, wenn dieser mit ihm plötzlich Deutsch spricht und die Wörter natürlich nicht ganz perfekt ausspricht.
Ach ja, mit Corey neuem Job bekam ich auch wieder eine neue ID Card für die Army Base. Die schrecklich lange Geschichte zu dem Thema erspare ich euch, es dauerte nämlich ewig, bis da alles stimmte und korrekt war. Mit dieser ID Card kann ich nun immer auf die Base und habe damit auch Zugriff auf unsere PO Box. Das musste ich natürlich erstmal mit einem Online-Shopping-Erlebnis feiern. Nach dem Schocker über die deutschen Kinderklamottenpreise habe ich Noah dann komplett mit KLamotten aus den USA eingedeckt, die dann hier an die PO Box geliefert wurden. Jetzt muss ich mal schauen, ob ich auf der Base auch noch eine Spielgruppe oder ähnliches finde, damit Noah noch ein wenig mehr Englisch um sich herum hört. Noch habe ich nichts gefunden, aber ich gebe die Hoffnung nicht auf.
Bei Lidl hat Noah im August auch einen Toilettensitz entdeckt, also so einen, den man auf die Toilette legt und das Kind dann obendrauf sitzt (ohne ins Klo zu fallen).
Er wusste sofort für was es gut war und sprach alle anderen Miteineinkäufern die ganze Zeit mit den Worten “Guck mal, Pipi machen” an und war so ziemlich die ganze Zeit damit beschäftigt, den Sitz auf den Boden zu legen und zu versuchen seine Hose auszuziehen. Hätte ich ihn gelassen, wäre er also bei Lidl im Gang unten ohne auf dem Sitz gesessen.
Daheim wollte er ihn dann auch gleich ca. 7 Mal ausprobieren, es kam aber nie irgendwas. Wo das Interesse aber schon mal da war, habe ich uns dann gleich mit ein paar deutschen und englischen Kinderbüchern zum Thema “Klo” gekauft, die er mit großer Begeisterung liest. Dabei sitzt er dann natürlich auf dem Sitz auf dem Klo, Pipi gemacht hat er bislang aber nur einmal. Aber da war er stolz wie Oskar…und wir natürlich auch. Ansonsten dient ihm der Sitz aber auch gerne so zum sitzen, zB in der Badewanne:
Sonst war es noch mein Geburtstag und wir haben in kleiner Runde gefeiert. Nun geht es steil auf die 30 zu. Wie ich das finde, weiss ich noch nicht genau.
Grübel, grübel, was ich noch passiert. Ach ja, mein Papa hat sich eine Bose Anlage zugelegt, die zu Noahs großem Glück in einem riesigen Karton geliefert wurde. Aus diesem habe ich ihm dann ein Haus gebaut und dieses von außen mit weißem Papier beklebt. Noah und ich haben dieses dann von außen mit dicken Malstiften verschönert und er spielt recht oft damit. Oft versteckt er sich darin, z.B. auch, wenn wir ihn wickeln oder den Schlafanzug anziehen wollen. Hier noch ein paar Bilder der Verschönerungsaktion:
Sonst waren wir auch noch im Zoo in Heidelberg und haben ein paar andere Dinge erlebt, aber da sich meine Schwester für ihren Floridaurlaub meine Kamera ausgeliehen hatte, gab es in der Zeit leider keine Bilder.
Irgendwann war die Kamer aber wieder da und wurde gleich wieder genutzt. An einem Sonntag, als wir eigentlich auf dem Weg nach Mannheim in den Luisenpark waren, fing es so an zu regnen, dass wir schon fast wieder umkehren wollten, als mir einfiel, dass mein Vater mal Infos von einem Indoorspielplatz in Mannheim im Auto liegen hatte. Dort sind wir dann hin und hatten alle drei richtig viel Spass. Corey und ich sind mit rumgeturnt und getobt und waren am Ende des Tages selbst ganz k.o.
So, nun schließe ich diesen Bericht ab und lege mich in die Federn. Normalerweise zeige ich euch hier ja noch einen kleinen Überblick über den Monat mit Bildern, aber leider gibt es aus diesem Monat nicht so viele, der Kamera in Florida wegen. Daher also nur noch zwei:
Bis zum September….mit reichlich Verspätung versteht sich.
Liebe Grüße, Julia












Wenn ihr das nächste mal nach HD in den Zoo oder auf die Neckarwiese kommt sagst vorher bescheid, dann darf dein kleiner ne Runde im Streifenwagen mitfahren.