Hallo ihr Lieben,
ich gerate immer mehr ins Hintertreffen. Unmoeglich. Ich weiss garnicht, wie ich am Anfang einmal pro Woche geschrieben habe, wo ich jetzt kaum noch das einmal im Monat hinbekomme. Ich muss mich mal mehr zusammen reissen. Vielleicht sollte ich mir auf der Arbeit eine Erinnerung schreiben, die mich einmal im Monat puentklich zur Mittagspause an diesen Blog und vorallem den zu schreibenden Eintrag erinnert.
Im Juli war eine Menge los. Das Wetter war auch wunderbar, daher ging das natuerlich auch besonders gut. Das erste Wochenden haben wir gleich m
al das Feuerwehrfest in Heidelberg besucht, schliesslich ist unser Junior ein wahrer Feuerwehrautofanatiker. Naja, nicht nur Feuerwehrauto, sondern Auto ueberhaupt und sonst auch alles, was Raeder oder Reifen
besitzt.
Auf dem Fest standen also die Feuerwehrautos rum, in denen die Kiddos dann sitzen und sich alles ganz genau anschauen durften. Es gab eine Feuershow, Essen und Trinken und einige Spiele, fuer die Noah leider noch etwas zu jung war, aber mit Begeisterung zugesehen hat. Zum Abschluss bekam er von uns noch einen Helm spendiert, den er auch immernoch (denn ich schreibe diesen Eintrag ja locker 4 Monate spaeter) staendig rauskramt. Das es Noah gut gefallen hat, konnte man auf jedenfall an den grossen Augen und dem staendigen “nochmal?” erkennen.
Nebst anderer kleiner Ausfluege war dann bei uns hier im Örtchen auch Jahrmarkt. Das wollte sich Noah auch nicht nehmen lassen und hat die gesamte Mannschaft (Mama, Papa, Tante Lena, Oma, Opa und Uropa) mitgeschleppt. Ganz unheimlich aufgeregt stand er vor einem Fahrgeschaeft fuer die ganz kleinen Menschen. Konnte kaum stillhalten vor lauter, lauter und nickte ganz heftig mit dem Kopf, als ich ihn fragte, ob er mal fahren wollte. Also, drei Fahrchips erstanden und er durfte aussuchen. Nach wenigen Sekunden war entschieden, dass es ein LKW sein sollte. Ich drueckte ihm seinen Fahrchip in die Hand mit den Worten, dass er diesen gleich dem Mann geben muesse, der gleich vorbeikommen wuerde. Hochkonzentriert wartete Noah dann auf diese jungen Mann, gab ihm den Chip und verzog dann keine Miene mehr. Voellige Konzentration…mit beiden Haenden fest am Steuer. Da konnten sich draussen Oma und Opa auf den Kopf stellen, nicht mal die Augen bewegten sich von der “Fahrbahn”. Kein Lachen oder wenigens Grinsen, kein Jauchzen oder froehliches Winken. Nichts. Null. Keine Reaktion. Man haette denken koennen, er wuerde gerade die zwei schlimmsten Minuten seines Lebens durchleben.
Naja, wenigstens hatte wir so etwas zu Lachen. Als die Fahrt zu Ende war, sprang er auf mit grossen Augen und den Worten “Nochmal?”. Und so fuhr er dann noch einige Runden, in offensichtlich stillem Genuss, denn sobald er den Fahrchip in der Hand hielt, verfiel er wieder in vollstaendige Konzentration und zog eine Miene, dass sicherlich alle anderen Eltern sich gefragt haben, was wir eigentlich fuer Eltern sind, die ihr armes Kind dazu noetigen da mit zu fahren, obwohl es eigentlich garnicht will.
Ansonsten hat Noah zu Ende des Monats ein paar feste Schuhe bekommen. Haben wir in den USA nie im Sommer gebraucht, da hat es ein Paar Sandalen immer getan.
Auf diese Schuhe ist er unheimlich stolz und zeigt sie jedem sehr gerne. Auf einem Spaziergang durch den Wald stoppte er sogar mal ein älteres Ehepaar mit den Worten “Guck mal, Opa, meine Schuhe”.
Diesen Monat hat Noah wortmäßig vorallem Verben gelernt und zählt nun a.A. die folgenden Wörter zu seinem Wortschatz: anziehen, ausziehen, sitzen, spielen, tanzen, baden, lesen, fahren. Aprospors fahren, Autos sind immer noch sein Lieblingsspielzeug und auch so das Thema, mit dem er sich am meisten beschäftigt. Da müssen Autobücher gelesen werden, aus Sofakissen werden Autos gebaut und natürlich mit den Autos selbst gespielt. Am liebsten reiht er diese auf dem Couchtisch hintereinander auf und bewegt sie dann langsam über den Tisch, in dem er immer das erste Auto ein paar Zentimeter bewegt, dann das zweite hinterher, bis es wieder aufschließt, dann das dritte, und dann wieder von vorne. Da ist er hochkonzentriert und oftmals ein paar Minuten beschäftigt.
Nächsten Monat ist August und damit der Kindergarten für drei Wochen geschlossen, weshalb ich eine Anzeige ins Ortsblatt gesetzt habe. Darauf hin haben sich mehrere junge Damen gemeldet, von denen ich dann vier zu uns eingeladen hatte und mich schlußendlich für Jessica entschieden hatte. Corey ist weiterhin auf der Suche nach einem besseren Job, hat aber leider das Problem, dass er ständig von Army Wives ausgestochen wird. Bei den Zivilistenjobs haben die nämlich Vorrang vor allen anderen Bewerbern, ob sie für den Job qualifiziert sind oder nicht. Macht meiner Meinung nach, keinen Sinn, aber so ist es leider und jedes Mal, wenn Corey sich bewirbt, bewirbt sich auch eine Armyfrau und somit hat er keine Chance. Das ist natürlich vorallem so, weil Corey ja erstmal nur nach einem Halbtagsjob sucht, weil Noah ja um 14 Uhr aus dem Kindergarten abgeholt werden muss. In der Zeit sind aber auch die amerkanischen Kinder in der Schule und so manche amerkanische Hausfrau will da eben auch arbeiten, daher sind die Chancen für Corey einen dieser Jobs zu ergattern natürlich sehr gering.
So, das war das, was mir Wochen später ncoh zu diesem Monat einfällt, daher schließe ich mit diesen Worten und einem Blick auf die Bilder des Monats diesen Artikel hiermit ab.
Ganz liebe Grüße, Julia














Jeah, kaum ins Lenkrad beißen können und schon autoverrückt. So ist das richtig!