Oktober 2011 – 30 Monate

Januar 5, 2012

Hallo,

im Rahmen der Aufholaktion starte ich gleich mal den nächsten Post. (Ist es seeehr offensichtlich, dass der Beginn dieses Posts schon vor Wochen geschrieben wurde? :) )

Im Oktober war viel los. Kein Wunder, bei dem Wetter. Ganz überraschend war es nämlich ganz tolles Wetter (zumindest meistens). Noch richtig warm und wunderbar für Erlebnisse und Ausflüge geeignet.

So waren Noah und ich unter anderem mit meiner Mama an der Neckarwiese und haben dort den Vormittag bei strahlendem Sonnenschein verbracht, ständige Pendlerei zwischen Wasserspielplatz und normalem Spielplatz war natürlich Voraussetzung.

Und weil das schöne Wetter auch weiterhin blieb, sind wir dann mit meiner Family am Wochenende drauf nach Karlsruhe in den Zoo und haben uns dort einen schönen Tag gemacht. Noah interessiert sich komischerweise für die meisten Tiere nicht so sehr, sondern will momentan eigentlich immer nur (weg)rennen.  Einer von uns wetzte also ständig dem Junior hinterher, während sich die anderen die Tiere angeschaut haben.

Das Wochenende drauf haben wir uns auf den Weg nach Ludwigshafen zum Kürbisfest gemacht. Das Wetter war immernoch genial, wenn wir auch diesmal nun zu Pullovern greifen mussten. Die Fahrt nach Ludwigshafen (ca. eine Stunde) hat der kleine Mann auf dem Rücksitz verschlafen und war dann dementsprechend leider erstmal eine ganze Weile ziemlich knatschig und wollte so ziemlich mit nichts etwas zu tun haben. Er saß also im Kinderwagen und wurde durch den schönen Schloßhof geschoben, dann durch den Schloßgarten, dessen Wege mit Kürbissen geschmückt waren. Weiter unten gelegen waren dann Dinosaurier aus Kürbissen nachgebaut, die aber auch den kleinen Miesepeter recht wenig beeindruckt haben. :( Überall tolle Spiele, Aufgaben, Erlebnisse für Kids, alle sind rumgerannt und haben gekreischt vor Freude nur einer…der hat gekreischt, weil man versucht hat, ihn im Heu spielen oder einen Dino anfassen zu lassen. Irgendwann hat er sich dann aber eingekriegt und sich auf dem Spielplatz eine Weile ausgetobt. Vorallem die Rutsche hatte es ihm abgetan. Danach sind wir nochmal an den Dinos vorbei, haben dann einen kurzen Abstecher ins Märchenland gemacht und konnten da mit der Kindereisenbahn Noahs Stimmung auf den Höhepunkt des Tages bringen. Kaum war die Bimmelbahn aber wieder im Bahnhof eingefahren, wollte er wieder in den Kinderwagen und nichts mehr von der Welt wissen. Alles in allem also ein schönes Ausflugziel, nur nächstes Mal nehmen wir ein anderes Kind mit. ;)

Im Rahmen der herbstlichen Feierlichkeiten haben wir uns an mehreren Abendenden nach dem Arbeiten am Esstisch zusammengefunden und haben Herbstdekoration für Noahs Zimmer gebastelt. Zuerst gab es Kürbisse für die Fenster, wenige Tage später folgten ein Pappmaché Kürbis (der jedoch dann nach der Trocknungszeit nie fertig gestellt wurde und immernoch (im Januar) auf dem Kühlschrank liegt *schäm*. Im hiesigen Kaufland haben Noah und ich einen Kürbis erstanden und den dann mit Coreys Hilfe geschnitzt. Naja, sagen wir mal so. Noah und ich haben ausgesucht, abgewaschen und ein bisschen ausgespachtelt. Den Rest haben wir dem amerikanischen Halloween-Kürbis-Schnitz-Experten überlassen. ;) Während Corey geschnitzt hat, haben Noah und ich uns damit beschäftigt kleine schwarze Augen, Nasen und Münder aus Tonkarton auszuschneiden, die wir dann auf die Minidekokürbisse geklebt haben. Das Endresultat war ein wunderschöner, großer, orangener Kürbis, der in der Nacht vor unserer Tür neben den kleinen Dekokürbissen mit Gesicht durch die Gegend gestrahlt hat.

Als dann Halloween war, sind wir nach Heidelberg auf die Army Base gefahren und wollten dort mit Noah Trick-Or-Treat mitmachen. Das Affenkostüm vom letzten Jahr hat ihm auch noch gepasst und so sind wir frohen Mutes losgezogen, aber die ganze Sache war Noah nicht geheuer und er wollte nie zu irgendeinem Haus laufen oder Trick-Or-Treat sagen, weshalb wir nach drei Häusern aufgehört haben und uns das Treiben lieber nur angeschaut haben. Nächstes Jahr hat er da sicher mehr Spass dran. Letztes Jahr war er noch zu klein um irgendwas zu verstehen und dieses Jahr kam es ihm eindeutig spanisch vor, dass da lauter verkleidete Leute unterwegs waren. Sicherlich versteht er das auch noch nicht ganz und so manche Verkleidung war auch (für einen zweijährigen) unheimlich. Ein bisschen Schokolade war aber trotzdem zusammen gekommen, die er dann aber natürlich gefuttert hat. ;)

Was gibt es sonst noch so über den Oktober zu sagen…die in den USA als „terrible twos“ bekannte Phase, die aus ständigem Heulen, Jammern, Wutanfällen und sonstigen unschönen Dingen besteht, gerade bei uns Einzug gefunden hat. Als Fazit dieser Phase kann ich sagen: Wir lieben unseren Noah über alles, aber sonderlich gemocht haben wir ihn in dieser Phase nicht. Da ich ja diesen Eintrag verspätet schreibe, kann ich nun zurückblickend sagen, dass diese Phase nur 5-6 Wochen anhielt und nun kaum noch Wutanfälle etc. vorkommen, da Noah sich mittlerweile sehr gut ausdrücken kann und daher nun in der Lage ist zu sagen, was er will. Ist natürlich frustrierend für ein Kleinkind, wenn es sich äußern will, aber niemand es versteht. Genauso frustrierend für die Eltern, die keine Ahnung haben, was sie vor lauter Gebrüll noch machen sollen. Aber diese Phase ist ja nun – Gott sei Dank – vorbei.  Wie gerade eben erwähnt, spricht Noah nun schon wirklich gut. Jeden Tag kommen neue Wörter hinzu und er spricht schon Sätze mit mehreren Worten. Nun ist also auch vorsicht geboten, denn er quatscht einfach alles nach. ;)

Beim Zahnarzt waren wir diesen Monat auch zum ersten Mal. Vom Kindergarten hatten wir einen Zettel bekommen, auf dem stand, dass wir innerhalb von drei Monaten einen Zahnarzt besuchen müssten (bekamen alle Kinder). Mir schwante Schreckliches. Zähneputzen ist ja schon ein Kampf und nun sollte ein Wildfremder in Noahs Mund schauen sollen!? Somit habe ich das erstmal ein bisschen vergessen, dann aber doch einen Termin bei einem Kinderzahnarzt ausgemacht. Alle Sorge war unnötig, denn der kleine Mann hat den Mund so weit aufgesperrt wie noch nie. Immer und immer wieder ging die Schnute auf und er ließ die Frau sogar mit dem Spiegel in den Mund schauen. Danach gab es dann zur Belohnung einen aufgeblasenen Handschuh als Andenken. Ich habe leider kein Bild, aber es sah sehr süß aus. Dank dem Internet kann ich euch zeigen, wie in etwa der „Ballon“ aussah:  Noah schleppte seinen Trophäe dann stolz nach Hause, wo er allen berichtet hat, wie toll er doch die ganze Zeit „Aaaahhhh“ gesagt hat. :)

So, hiermit beende ich diesen Artikel und sende euch ganz liebe Grüße,

 

Julia


September 2011 – 29 Monate

Dezember 17, 2011

Hallo ihr Lieben,

der kleine und der große Mann liegen im Bett, da nutze ich mal schnell die Chance die Zahl der Monate, die ich hier hinterher hinke, zu verringern.

Anfang September hatten wir also immernoch keine Ahnung, wer in Zukunft die Tagesmutter unseres Noahs sein würde – und das, obwohl Coreys Job nun schon begonnen hatte. Glücklicherweise begann Jessicas Ausbildung erst Mitte des Monats und sie hatte sich uns dann nochmal als Babysitter angeboten, was wir dankend angenommen haben. Der Tageselternverein bot mir dann noch eine letzte Adresse an, eine Dame, die gerade mit ihrem Sohn aus 4 Wochen Mutter-Kind-Kur zurückgekehrt war und sich deshalb so verspätet meldete. Ich habe mit ihr gleich einen Termin ausgemacht und sie klang auch sehr nett am Telefon. Leider gefiel es mir bei ihr dann aber garnicht. :( Als wir ankamen, sass sie im Garten auf einem Stuhl und schrie die ganze Zeit ziemlich laut mit den Kindern herum. Überhaupt hatte man eigentlich immer das Gefühl, als würde sie schreien. Der Garten war nicht eingezäunt und zu einer Straße hin offen. Im Haus hat mich dann aber schier der Schlag getroffen. Im Wohnzimmer gab es einen 2 x 2 Meter großen Teppich und dies sei das „Spielgebiet“ der Kinder, wie sie verkündete. Neben dem Teppich lagen ca. 4 Spielsachen (die sich ihre zwei eigenen Kinder und Noah) teilen sollte und auf dem Teppich so viele Tierhaare, dass selbst mir bei dem Gedanken, dass mein Kind da spielen wurde, anders wurde. Ich bin nun bei weitem kein Mensch, der es extrem sauber braucht, aber das war dann zu viel des Guten. Im Großen und Ganzen hatte ich einfach ein furchtbares Gefühl bei der Sache und wollte auch sofort absagen, wusste dann aber nicht mehr, ob ich noch jemanden finden würde und habe erstmal nichts gesagt. Aber immer wenn ich daran dachte, dass Noah bald zu dieser Frau gehen müsste, wurde mir ganz schlecht. Im Kindergarten machten die Kindergärtnerinnen aber dann den alles entscheidenden Vorschlag und nun haben wir die perfekte Tagesmutter. Der anderen Dame habe ich SOFORT und überglücklich abgesagt. Die Dame, die nun auf Noah aufpasst, heisst Ingerose und wohnt bei uns im Ort. Sie hat selbst vier Kinder (im Alter von mir und meinen Geschwistern) und ist seit 20 Jahren Tagesmutter. Sie ist aber nicht mehr beim Tageselternverein und daher wusste ich nicht von ihr. Eigentlich wollte sie auch garkeine Kinder mehr aufnehmen und hat auch nur noch ein Tageskind, welches schon seit es 6 Wochen alt ist zu ihr kommt, und nun auch nurnoch zwei Nachmittage die Woche bei ihr ist. Wir waren uns aber sofort sympathisch und somit hat sie nochmal eingewilligt und wir könnten nicht glücklicher sein mit ihr. Noah liebt sie abgöttisch und sie ihn auch. Er fühlt sich bei ihr sichtlich wohl und hat auch in der Zwischenzeit seine Angst vor Hunden verloren, da Ingerose selbst drei hat. Am meisten hat es ihn der kleine, dicke Mausbär angetan, von dem er ständig spricht. Noah nennt ihn Maubär und verkündet überall mit wehementem Kopfschütteln „Maubär ma(ch)t nix!“. Ingerose ist außerdem hier in der Schule aktiv und gibt an zwei Nachmittagen in der Woche eine Trommel AG, zu der Noah nun immer mit darf. ER trommelt schon wie ein Weltmeister. :)

Am 5. September war Labor Day und Corey hatte frei, weshalb wir uns eher spontan überlegt hatten, an den Bodensee zu fahren. Ich habe mir den Tag auch freigenommen und so sind wir Samstags morgens aufgebrochen und haben drei tolle Tage am Bodensee verbracht. Wir sind auf den Pfänder in Österreich gefahren und sind dort herum marschiert, haben Steine in den See geworfen, Eis gegessen, waren auf dem Affenberg in Salem, sind herum spaziert, sind Schiff gefahren, haben uns das SeaLife angeschaut… Es war ganz toll und schön, mal ein paar Tage nur zu dritt zu sein und vorallem weg vom Alltag zu kommen. Das Wetter hat bis auf den letzten Abend auch toll mitgespielt und wir haben eine Menge Bilder gemacht:

Am Bodensee habe ich mich scheinbar so verausgabt, was das Bilder machen angeht, dass ich den Rest des Monats kein einziges Bild mehr gemacht habe. ;)

Was gibt es sonst noch so zu berichten!? Hm, am 22.09. hat Noah sich zum ersten Mal aufs Töpfchen gesetzt und tatsächlich Pipi gemacht. Überhaupt ist er momentan gerade total interessiert an allem, was mit dem Töpfchen zu tun hat. Mit mir liest er dauernd „Klokönig“ und mit seinem Papa „The Potty Book for Boys“, natürlich während er auf dem Töpfchen sitzt.

Langsam aber sicher tastet er sich an die Farben ran. Die ersten paar Tage hat er noch viele durcheinander geworfen und hauptsächlich rot erkannt, dann ging es aber und nun kennt er rot, gelb. grün und blau. Manchmal vertut er sich noch, aber meistens stimmts. ;) Zählen findet er auch gut und bei jedem Buch, das wir lesen, wandert sein Finger zählend über die Seite. Mit dem Zählen war es Anfang ganz easy und er zählte: eins, zwei, drei, vier, fünf. Aber nur die ersten paar Tage. Jetzt kann er es nicht mehr und wirft die Zahlen wieder wild durcheinander. ;) Momentan wird auch alles „grosse“ und „kleine“ verglichen und aufgezeigt. Sehen wir eine Kuh mit ihrem Kälbchen, so erklärt Noah: „Grosses Kuh, kleines Kuh.“ und erläuert dann weiter, dass die grosse Kuh die Mama ist und die kleine Kuh der Noah. „Kuh“ kann in diesem Zusammenhang durch so ziemlich jedes Tier und Gegenstand ersetzt werden, dass es als gross und klein gibt. Die Sätze werden auch immer länger, z.B.: „Opa, komm essen“, „Oma, Schokomadl (=Schokolade) essen“, „Lena nich Hause“. Wenn er was findet, was er gesucht hat, so verkündet er „Da isses!“.

Und mit diesen Worten verabschiede ich mich bis zum nächsten Mal. Bilder habe ich ja leider keine mehr zum zeigen. :)

Liebe Grüße, Julia


August 2011 – 28 Monate

November 13, 2011

Hallo ihr Lieben,

es ist August und wir sind nun schon ein Viertel Jahr wieder in Deutschland…und das Fazit ist: Es war die beste Entscheidung, die wir treffen konnten. Wir sind alle super glücklich, auch wenn noch nicht alles genau so klappt, wie wir uns das erhofft hatten, aber im Groben und Ganzen können wir uns nicht beklagen. Corey und ich haben beide Jobs, Noah geht in den Kindergarten, wo es ihm sehr gut gefällt und wir freuen uns riesig, wieder Familie und Freunde um uns zu haben.

Jetzt geht es nur noch darum den richtigen Job für Corey zu finden. Er hatte ja einen zeitlich begrenzten Job angenommen, der gegen Ende des Monats ausläuft. Es gibt Hoffnung auf eine Übernahme, allerdings ist der Job dann eine Ganztagesstelle und das hatten wir ja eigentlich nicht so geplant, da Noahs Kindergarten bereits um 14 Uhr endet. Nachdem es aber kaum Halbtagsstellen gibt und wenn, dann bewerben sich so viele Leute darauf, dass die Chancen unheimlich schlecht stehen. Nun wird Corey wohl diesen Job annehmen und dann aber weiter nach was „besserem“ suchen, denn er wird von 6-8 Uhr und dann erst wieder von 12-18 Uhr arbeiten, was nicht gerade optimal ist und auch die Bezahlung ist nicht ganz so doll. Trotzdem mussten wir uns dann natürlich aber erstmal Gedanken über die Unterbringung von Noah machen, denn ich arbeite ja auch bis 17 Uhr und bin dann erst gegen 17.30 Uhr daheim. Jetzt hatte aber erstmal der Kindergarten Ferien und Coreys Job sollte ja bis Ende des Monats laufen. Von daher habe ich mich mal beim Tageselternverein Bruchsal gemeldet, es ging aber alles sehr langsam, weil viele der Tageseltern gerade selbst im Urlaub waren.

Die drei Wochen Sommerferien war Jessica, die ich über eine Anzeige im Ortsblatt gefunden hatte, von 7.30 – 14 Uhr bei uns und hat auf Noah aufgepasst. Es hat ganz toll geklappt und Noah hat sie regelrecht vergöttert. Sie waren ganz viel zusammen draußen, auf dem Spielplatz, Spazieren, im Garten spielen und die drei Wochen haben den beiden sehr gut miteinander gefallen.

Nach drei Wochen Sommerferien war der Kindergarten dann wieder zwei Tage offen, bevor er für einen Weiterbildungstag wieder die Türen schloß. Den Tag habe ich mir freigenommen und mit meinem Sohnemann einen schönen Tag an der Neckarwiese in Heidelberg verbracht. Wir haben auf dem Wasserspielplatz geplantscht, sind zwischen dem normalen Spielplatz und Wasserspielplatz hin und her gependelt, haben Eis gegessen und sind schließlich noch durch die Fußgängerzone spaziert.

  

Gegen Ende des Monats hat Corey dann tatsächlich den Job angeboten bekommen und diesen auch erstmal angenommen. Somit stand dann das Thema Tagesmutter wieder auf der Tagesordnung und ich habe intensiver gesucht. Der Verein schlug mir eine Tagesmutter vor, die mir am Telefon sehr sympatisch war. Sie war auch total aufgeregt und hatte sich total gefreut, dass Noah noch so „klein“ ist und hat mir erzählt, was sie sich alles so vorstellt und es hat sich einfach zu gut angehört. Leider macht sich ihr Mann aber gerade selbstständig und sie muss viel mithelfen, weshalb es dann zeitlich doch nicht geklappt hat. Leider war sie aber die einzige Tagesmutter, die sich überhaupt mit einer offenen Stelle gemeldet hatte. :( Kein guter Start. Gott sei Dank konnten wir Jessica nochmal für 2,5 Wochen anheuern, bevor diese ihre Ausbildung begonnen hat. Somit konnten wir die erste Zeit nochmal überbrücken. Zwischenzeitlich hatten wir auch überlegt, Noah aus dem Kindergarten hier zu nehmen und in einem Ganztagskindergarten anzumelden, da diese hier in den Ortschaften rund herum bis 17 oder 18 Uhr geöffnet sind. Wir haben uns dann aber doch dagegen entschieden, da wir nicht wollten, dass Noah dann in einem anderen Ort Freunde findet, aber hier in die Schule kommt und dann niemanden kennt. Zudem wollen wir ja irgendwann noch ein zweites (und vielleicht drittes) Kind und dann will ich auch nicht jeden Tag durch die Gegend gurken, um Noah in den Kindergarten zu bringen. Somit war diese Idee auch wieder vom Tisch. Zum Ende des Monats begann also Corey seinen Job, aber wir hatten noch keine feste Noahlösung. :(

So, nach den ganzen Alltagsproblem nun aber wieder zurück zu Noah und seine Entwicklung. Er plappert und spricht immer mehr. Die ersten kurzen Sätze wie „Guck mal Oma, ein Kuchen“ oder „Komm her, Mama, rutschen“ fallen auch schon. Englisch spricht er so überhaupt nicht mehr, er kann aber viele Wörter. Wenn Corey ihn also fragt, wie dies oder das heisst, dann antwortet er ihm auf Englisch. So fragt er zB mich nach „Sapt“ =(Saft) und Corey nach „Juice“, aber er spricht eben keine Sätze oder reiht auch keine einzelnen Wörter aneinander bis auf die Sätze, die er schon immer gesagt hat, wie zB „I want…“. Da sagt er auch zu mir „I want Saft“. ;) Englisch tritt also immer mehr in den Hintergrund und ich bin mir nicht sicher, wie sich das ändern lässt. Corey ist schließlich die einzige Person, die mit ihm Englisch spricht. Unsere Familiensprache ist zwar auch Englisch, aber ich bin es so gewohnt Deutsch mit Noah zu sprechen, dass ich mich wirklich schwer tue und immer wieder ins Deutsche zurück falle, auch wenn wir nur zu dritt sind. Mit Corey spreche ich weiterhin Englisch, aber bei Noah kann ich es mir einfach nicht angewöhnen. Verstehen tut er aber weiterhin alles, was sein Papa sagt. Im Gegenzug ist es aber oft so, dass Corey Noah nicht versteht, wenn dieser mit ihm plötzlich Deutsch spricht und die Wörter natürlich nicht ganz perfekt ausspricht. ;)

Ach ja, mit Corey neuem Job bekam ich auch wieder eine neue ID Card für die Army Base. Die schrecklich lange Geschichte zu dem Thema erspare ich euch, es dauerte nämlich ewig, bis da alles stimmte und korrekt war. Mit dieser ID Card kann ich nun immer auf die Base und habe damit auch Zugriff auf unsere PO Box. Das musste ich natürlich erstmal mit einem Online-Shopping-Erlebnis feiern. Nach dem Schocker über die deutschen Kinderklamottenpreise habe ich Noah dann komplett mit KLamotten aus den USA eingedeckt, die dann hier an die PO Box geliefert wurden. Jetzt muss ich mal schauen, ob ich auf der Base auch noch eine Spielgruppe oder ähnliches finde, damit Noah noch ein wenig mehr Englisch um sich herum hört. Noch habe ich nichts gefunden, aber ich gebe die Hoffnung nicht auf.

Bei Lidl hat Noah im August auch einen Toilettensitz entdeckt, also so einen, den man auf die Toilette legt und das Kind dann obendrauf sitzt (ohne ins Klo zu fallen). Er wusste sofort für was es gut war und sprach alle anderen Miteineinkäufern die ganze Zeit mit den Worten „Guck mal, Pipi machen“ an und war so ziemlich die ganze Zeit damit beschäftigt, den Sitz auf den Boden zu legen und zu versuchen seine Hose auszuziehen. Hätte ich ihn gelassen, wäre er also bei Lidl im Gang unten ohne auf dem Sitz gesessen. ;) Daheim wollte er ihn dann auch gleich ca. 7 Mal ausprobieren, es kam aber nie irgendwas. Wo das Interesse aber schon mal da war, habe ich uns dann gleich mit ein paar deutschen und englischen Kinderbüchern zum Thema „Klo“ gekauft, die er mit großer Begeisterung liest. Dabei sitzt er dann natürlich auf dem Sitz auf dem Klo, Pipi gemacht hat er bislang aber nur einmal. Aber da war er stolz wie Oskar…und wir natürlich auch. Ansonsten dient ihm der Sitz aber auch gerne so zum sitzen, zB in der Badewanne:

 

 

Sonst war es noch mein Geburtstag und wir haben in kleiner Runde gefeiert. Nun geht es steil auf die 30 zu. Wie ich das finde, weiss ich noch nicht genau. ;)

Grübel, grübel, was ich noch passiert. Ach ja, mein Papa hat sich eine Bose Anlage zugelegt, die zu Noahs großem Glück in einem riesigen Karton geliefert wurde. Aus diesem habe ich ihm dann ein Haus gebaut und dieses von außen mit weißem Papier beklebt. Noah und ich haben dieses dann von außen mit dicken Malstiften verschönert und er spielt recht oft damit. Oft versteckt er sich darin, z.B. auch, wenn wir ihn wickeln oder den Schlafanzug anziehen wollen. Hier noch ein paar Bilder der Verschönerungsaktion:

 

Sonst waren wir auch noch im Zoo in Heidelberg und haben ein paar andere Dinge erlebt, aber da sich meine Schwester für ihren Floridaurlaub meine Kamera ausgeliehen hatte, gab es in der Zeit leider keine Bilder. :( Irgendwann war die Kamer aber wieder da und wurde gleich wieder genutzt. An einem Sonntag, als wir eigentlich auf dem Weg nach Mannheim in den Luisenpark waren, fing es so an zu regnen, dass wir schon fast wieder umkehren wollten, als mir einfiel, dass mein Vater mal Infos von einem Indoorspielplatz in Mannheim im Auto liegen hatte. Dort sind wir dann hin und hatten alle drei richtig viel Spass. Corey und ich sind mit rumgeturnt und getobt und waren am Ende des Tages selbst ganz k.o. ;)

    

So, nun schließe ich diesen Bericht ab und lege mich in die Federn. Normalerweise zeige ich euch hier ja noch einen kleinen Überblick über den Monat mit Bildern, aber leider gibt es aus diesem Monat nicht so viele, der Kamera in Florida wegen. Daher also nur noch zwei:

 

Bis zum September….mit reichlich Verspätung versteht sich. ;)

Liebe Grüße, Julia

 


Juli 2011 – 27 Monate

Oktober 24, 2011

Hallo ihr Lieben,

ich gerate immer mehr ins Hintertreffen. Unmoeglich. Ich weiss garnicht, wie ich am Anfang einmal pro Woche geschrieben habe, wo ich jetzt kaum noch das einmal im Monat hinbekomme. Ich muss mich mal mehr zusammen reissen. Vielleicht sollte ich mir auf der Arbeit eine Erinnerung schreiben, die mich einmal im Monat puentklich zur Mittagspause an diesen Blog und vorallem den zu schreibenden Eintrag erinnert. :)

Im Juli war eine Menge los. Das Wetter war auch wunderbar, daher ging das natuerlich auch besonders gut. Das erste Wochenden haben wir gleich mal das Feuerwehrfest in Heidelberg besucht, schliesslich ist unser Junior ein wahrer Feuerwehrautofanatiker. Naja, nicht nur Feuerwehrauto, sondern Auto ueberhaupt und sonst auch alles, was Raeder oder Reifen besitzt. ;) Auf dem Fest standen also die Feuerwehrautos rum, in denen die Kiddos dann sitzen und sich alles ganz genau anschauen durften. Es gab eine Feuershow, Essen und Trinken und einige Spiele, fuer die Noah leider noch etwas zu jung war, aber mit Begeisterung zugesehen hat. Zum Abschluss bekam er von uns noch einen Helm spendiert, den er auch immernoch (denn ich schreibe diesen Eintrag ja locker 4 Monate spaeter) staendig rauskramt. Das es Noah gut gefallen hat, konnte man auf jedenfall an den grossen Augen und dem staendigen „nochmal?“ erkennen. :)

Nebst anderer kleiner Ausfluege war dann bei uns hier im Örtchen auch Jahrmarkt. Das wollte sich Noah auch nicht nehmen lassen und hat die gesamte Mannschaft (Mama, Papa, Tante Lena, Oma, Opa und Uropa) mitgeschleppt. Ganz unheimlich aufgeregt stand er vor einem Fahrgeschaeft fuer die ganz kleinen Menschen. Konnte kaum stillhalten vor lauter, lauter und nickte ganz heftig mit dem Kopf, als ich ihn fragte, ob er mal fahren wollte. Also, drei Fahrchips erstanden und er durfte aussuchen. Nach wenigen Sekunden war entschieden, dass es ein LKW sein sollte. Ich drueckte ihm seinen Fahrchip in die Hand mit den Worten, dass er diesen gleich dem Mann geben muesse, der gleich vorbeikommen wuerde. Hochkonzentriert wartete Noah dann auf diese jungen Mann, gab ihm den Chip und verzog dann keine Miene mehr. Voellige Konzentration…mit beiden Haenden fest am Steuer. Da konnten sich draussen Oma und Opa auf den Kopf stellen, nicht mal die Augen bewegten sich von der „Fahrbahn“. Kein Lachen oder wenigens Grinsen, kein Jauchzen oder froehliches Winken. Nichts. Null. Keine Reaktion. Man haette denken koennen, er wuerde gerade die zwei schlimmsten Minuten seines Lebens durchleben.  :) Naja, wenigstens hatte wir so etwas zu Lachen. Als die Fahrt zu Ende war, sprang er auf mit grossen Augen und den Worten „Nochmal?“. Und so fuhr er dann noch einige Runden, in offensichtlich stillem Genuss, denn sobald er den Fahrchip in der Hand hielt, verfiel er wieder in vollstaendige Konzentration und zog eine Miene, dass sicherlich alle anderen Eltern sich gefragt haben, was wir eigentlich fuer Eltern sind, die ihr armes Kind dazu noetigen da mit zu fahren, obwohl es eigentlich garnicht will. :)

Ansonsten hat Noah zu Ende des Monats ein paar feste Schuhe bekommen. Haben wir in den USA nie im Sommer gebraucht, da hat es ein Paar Sandalen immer getan. ;) Auf diese Schuhe ist er unheimlich stolz und zeigt sie jedem sehr gerne. Auf einem Spaziergang durch den Wald stoppte er sogar mal ein älteres Ehepaar mit den Worten „Guck mal, Opa, meine Schuhe“.  ;)

Diesen Monat hat Noah wortmäßig vorallem Verben gelernt und zählt nun a.A. die folgenden Wörter zu seinem Wortschatz: anziehen, ausziehen, sitzen, spielen, tanzen, baden, lesen, fahren. Aprospors fahren, Autos sind immer noch sein Lieblingsspielzeug und auch so das Thema, mit dem er sich am meisten beschäftigt. Da müssen Autobücher gelesen werden, aus Sofakissen werden Autos gebaut und natürlich mit den Autos selbst gespielt. Am liebsten reiht er diese auf dem Couchtisch hintereinander auf und bewegt sie dann langsam über den Tisch, in dem er immer das erste Auto ein paar Zentimeter bewegt, dann das zweite hinterher, bis es wieder aufschließt, dann das dritte, und dann wieder von vorne. Da ist er hochkonzentriert und oftmals ein paar Minuten beschäftigt.

Nächsten Monat ist August und damit der Kindergarten für drei Wochen geschlossen, weshalb ich eine Anzeige ins Ortsblatt gesetzt habe. Darauf hin haben sich mehrere junge Damen gemeldet, von denen ich dann vier zu uns eingeladen hatte und mich schlußendlich für Jessica entschieden hatte. Corey ist weiterhin auf der Suche nach einem besseren Job, hat aber leider das Problem, dass er ständig von Army Wives ausgestochen wird. Bei den Zivilistenjobs haben die nämlich Vorrang vor allen anderen Bewerbern, ob sie für den Job qualifiziert sind oder nicht. Macht meiner Meinung nach, keinen Sinn, aber so ist es leider und jedes Mal, wenn Corey sich bewirbt, bewirbt sich auch eine Armyfrau und somit hat er keine Chance. Das ist natürlich vorallem so, weil Corey ja erstmal nur nach einem Halbtagsjob sucht, weil Noah ja um 14 Uhr aus dem Kindergarten abgeholt werden muss. In der Zeit sind aber auch die amerkanischen Kinder in der Schule und so manche amerkanische Hausfrau will da eben auch arbeiten, daher sind die Chancen für Corey einen dieser Jobs zu ergattern natürlich sehr gering. :(

So, das war das, was mir Wochen später ncoh zu diesem Monat einfällt, daher schließe ich mit diesen Worten und einem Blick auf die Bilder des Monats diesen Artikel hiermit ab.

Ganz liebe Grüße, Julia


Juni 2011 – 26 Monate

August 26, 2011

Hallo!

Nachdem ich leider die Wortliste vom letzten Monat nicht mehr gefunden habe, lege ich nun einfach gleich mit der Liste aus diesem Monat nach. Da die Liste sonst auch zu lang werden wuerde, ab jetzt nur noch die tatsaechlich neuen Worter, ohne jegliche Reihenfolge:

Pferd, sitzen, Hallo Oma/Opa, Lena, Lisa, Timm, Micha, Nane (Banane), Brown Bear, auf/open, I am done/fertig, Claudia, Booboo (=englische Wort fuer Wehwehchen, Aua), Jacke/coat, Hose/pants, Shirt, Thank you, Nackt (=Gute Nacht)/Nite-nite, hat/Hut, Helm, Bauer, Kuecken, Zeug (=Flugzeug), Help, Slow, tow truck, teacher, boy, bike, rock, money, sky, flower, nass, cold/kalt, water, hot/heiss, fast, aputt (=kaputt), Kette, Hand, beer, Keller, Hause (=nach Hause), anziehen, baden.

Also wieder eine ganz schoen grosse Menge neuer Woerter. Bin mal gespannt, wann es die ersten zweiwoertigen Saetze gibt. :)

Nachdem Noah ja im Mai noch mit dem Kindergarten begonnen hatte und wir uns zu Hause ein Loch in den Bauch gelangweilt hatten, habe ich in der letzten Maiwoche dann doch begonnen, mich zu beworben. Ich wollte es ja langsam angehen lassen, da wir in letzter Zeit soviel Stress hatten und eben auch Noah genug Zeit geben wollten, sich an die neue Situation zu gewoehnen. Ich habe insgesamt 10 Bewerbungen geschrieben und wie schon im letzten Monat erwaehnt, zunaechst eine Einladung zu einem Bewerbungsgespraech als Marketing- und Vertriebsassistentin bekommen. Dort war ich dann auch und es hat mir schon alles seeehr zugesagt. Waere nur 15 Minuten weg von zu Hause, Arbeitszeiten auch ideal…aber in Anbetracht der Tatsache, dass ich ja aus der Hotellerie bin, sind schon normale, geregelte Arbeitszeiten fuer mich der Wahnsinn. Zusaetzlich konnte man noch anziehen, was man wollte, da war ich dann vollends im Glueck…nur nach dem Gespraech kam dann erstmal nichts. :( Ein paar Tage spaeter dann aber der Anruf einer anderen Firma, die mich auch eingeladen hatte, bei der ich mich als Office Manager beworben hatte. Da sich von der ersten Firma bislang keiner gemeldet hatte, dachte ich, dass das Gespraech wohl furchtbar gewesen sein musste, sonst haette sich wohl jemand gemeldet und habe mich dann also extrem auf das zweite Gespraech vorbereitet. Ich habe so in etwa 45 Bewerbungsfragen durchgearbeitet, gemacht, getan, gelesen, alles, was man sich so vorstellen kann. Morgens um 10 Uhr war das Gespraech und es hat mir auch hier wieder auf Anhieb gefallen. Bauoekologische Firma, einstoeckiges, langes Gebaeude, ueberall Fenster, Massivholzmoebel, offen und freundlich. Das Gespraech war dann…unbeschreiblich. Mir wurde keine einzige Frage gestellt, sondern wir haben uns einfach nur unterhalten und eigentlich wurde mehr mit mitgeteilt, warum ich so gut zu ihnen passen wuerde. Fast so, als wuerden sie sich bei mir bewerben. :) Kaum war ich zu Hause, kam der Anruf der ersten Firma, dass sie mich zu einem zweiten Gespraech einladen wollen, in der folgenden Woche Donnerstag. Habe ich natuerlich zugesagt. Dienstags kam dann der Anruf von Firma 2, dass sie wollen, dass ich zwei Tage diese Woche noch mal zum Probearbeiten komme. Da ja schon Dienstag war, blieb also nur noch Mittwoch/Donnerstag und Donnerstag/Freitag…nur, dass ich eben Donnerstag ein weiteres Gespraech bei Firma 1 hatte. Dilemma. Zumal ich gerade im Schlafzimmer meiner Eltern stand und dort am streichen war. Nun wollte ich mir natuerlich beide Moeglichkeiten nicht entgehen lassen, also musste ein Ausweg gefunden werden. Da mein Opa gerade im Krankenhaus lag, habe ich ihn dann als Ausrede benutzt und bei Firma 2 gesagt, dass eben mein Opa ins Krankenhaus gekommen ist und da meine Mutter in Indien ist (stimmte beides!), ich eben zu ihm fahren muesste (stimmte nicht, denn mit Noah im Krankenhaus waere ein Albtraum gewesen) und ob ich nicht vielleicht morgen schon kommen koennte. Das waere dann Mittwoch gewesen, so dass ich dann Do/Fr zu Firma 2 haette koennen. Da war sie aber auf Geschaeftsreise, daher endeten wir dann so, dass wir uns noch am gleichen Tag treffen wollten. Somit hiess es dann schnell unter die Dusche, Streichfarbe aus den Haaren und von den Fingern kratzen und schon los zum Gespraech. Diesmal war auch ihr Mann dabei, ein Gesellschafter der Firma. Der hat wohl schon in mehrern Firmen als Recruiter gearbeitet und hat mich so richtig in die Mangel genommen. So ziemlich jede fiese Frage, die es gibt, hat er gefragt und wenn man dann geantwortet hat, immer noch weiter gefragt und weitergebohrt. Trotzdem hatte ich das Gefuehl, dass es ganz gut gelaufen war. Sie sagten dann, es gaebe noch zwei anderen Kandidatinnen und dass sie sich spaetestens Freitag melden wollten, da sie die Woche drauf im Urlaub waeren. Ganz kurz hatten wir auch ueber das Gehalt gesprochen und das war dann ein negativer Punkt fuer mich gewesen. Zwar hatte ich mit meiner Gehaltsvorstellung 10.000 Euro ueber den anderen Kandidatinnen gelegen und war trotzdem eingeladen worden, aber im Endeffekt haette ich dann Zusatzprojekte etc machen muessen, um dieses Gehalt zu bekommen. Schoen, dass es moegllich gewesen waere, aber dafuer dann so viel mehr zu arbeiten, so hatte ich mir das naetuerlich nicht vorgestellt. Wie das genau abgelaufen waere, hatten wir zu dem Zeitpunkt aber auch noch nicht geklaert, ich bin nur einfach davon ausgegangen, dass es einfach Mehrarbeit bedeutet haette. Am Tag drauf war ich dann bei Firma 2, ebenso am Freitag. Dazu muss ich noch sagen, dass wir im Bewerbungsgespraech dann eigentlich eine Stelle fuer mich erfunden hatten, da ich wohl von meinem Lebenslauf in mehreren Bereichen Erfahrung hatte, die dort gebraucht wurde. So sollte ich dort also halbtags Buchhaltung machen, zusaemmen mit einer Vollzeitkraft, fuer den Office Service verantwortlich sein (2 Halbtagskraefte) und die Seminarentwicklung und -organisation (Firma hat ein eigenes Schulungsgebaeude) uebernehmen. Donnerstag morgen hatte mich die Dame aus der Buchhaltung rumgefuehrt und mir hat weiterhin alles sehr gut gefallen. Der Geschaeftsfuehrer, mit dem ich auch mein Gespraech hatte, war aber auf Geschaeftsreise, daher war ich nur bis 11.30 Uhr und wurde dann schon wieder heim geschickt. Freitags morgens sollte ich auch erst um 10 Uhr kommen und auch nur fuer ein Abschlussgespraech, in dem die letzten Details geklaert werden sollten. Dort wurde mir dann auch gleich der Job angeboten, lockere 600 Euro Bruttoeinstiegsehalt ueber dem Angebot der Firma 1, mit Steigerung nach drei Monaten, sowie einer weiteren Steigerung nach dem Ende der Probezeit und direkt ein unbefristeter Vertrag (Hallo Kinderplanung!). :) Ich habe sofort zu gesagt und war suuuper gluecklich. Gleich am Montag drauf, am 20.06. ging es dann los. Von Firma 1 hatte ich an dem Freitag erstmal nichts mehr gehoert und dann wusste ich ja, dass sie dann die darauffolgende Woche im Urlaub war. Eine Woche spaeter, also zu diesem Zeitpunkt hatte ich bei Firma 2 schon lange unterschrieben und auch schon mehr als eine Woche gearbeitet, kam dann von Firma 1 die Zusage, die ich dann natuerlich abgelehnt hatte. Zuerst wollte ich ihr ja gleich schreiben und meine Bewerbung bei ihr zurueckziehen, aber dann hat es mich einfach zu sehr interessiert, ob sie mich genommen haette oder nicht. Irgendwo zwischendrin war noch ein Gespraech bei einer dritten Firma angefragt gewesen, dass aber erst Ende Juni gewesen waere, da habe ich dann natuerlich abgesagt, da ich da ja schon einen Arbeitsvertrag hatte.

Nun bin ich also gluecklich und zufrieden bei Firma 2, es macht unheimlich viel Spass, wenn es auch gerade etwas langweilig ist, da Sommerferien sind und einfach kaum was los ist. Ich arbeite 8-17 Uhr mit einer einstuendigen Mittagspause.

Corey hatte in der Zwischenzeit auch einen Job gefunden, bei der Army als Civilian, wie auch letztes Mal, als er in Deutschland gelebt hat. Es handelt sich um einen befristeten Job, aber er wollte schon mal einen annehmen, da er ja nur 3 Monate Zeit hat einen Job bei der Army zu finden, bevor er entweder a) ausreisen muss oder b) sich in Deutschland um eine Aufenthaltsgenehmigung gewerben muss und damit dann nie mehr fuer die Army arbeiten koennte. Er arbeitet 6-12 Uhr und ist dann rechtzeitig genug daheim, um Noah um 14 Uhr aus der KiTa zu holen. Passt also zeitlich alles wunderbar. Der Job geht allerdings nur bis Ende August und bis dahin sucht er natuerlich nach einem anderen Halbtagsjob.

So, nun aber zum eigentlich Thema dieses Blogs: Noah. Dem geht es hier in Deutschland richtig gut. Mit Ausnahme einer kurzen, erneuten Klammerphase, in der er des oefteren mal nichts von Oma und Opa wissen will, geniesst er sein Leben und die Aufmerksamkeit, die er bekommt, in vollen Zuegen. Er spricht unheimlich viel und lernt wahnsinnig schnell neue Woerter. Die Liste oben ist sicherlich nicht ganz vollstaendig, aber jedes Familienmitglied wurde befragt und musste an der Liste mitarbeiten. :) Im Kindergarten scheint es ihm auch weiterhin sehr gut zu gefallen. Morgens bringt ihn nun seine Oma hin, da wir zu der Zeit ja schon arbeiten bzw auf dem Weg zur Arbeit sind. Das Wetter ist zwischendrin auch mal so angenehm warm, dass wir es auch mal ins Schwimmbad geschafft haben, am Wochende drauf, als wir Joey (Freundin aus AuPair Zeiten) & Rohan in Freiburg besucht haben, war es schon wieder nicht mehr so schoen, daher auch die Jacke auf den Bildern unten. Einige Besuche auf dem Spielplatz und im Tierpark duerfen auch nicht unerwaehnt bleiben. Auf einen Kindersachenflohmarkt haben es meine Mama und ich auch noch geschafft, auf dem wir Noah ein paar Sachen ergattern konnten, wie zB eine Holzeisenbahn, auf die man Holzkloetze stecken kann, ein Laufrad fuer wahnsinnig 4 Euro, ein Badewannenspielzeug, dass sich mit Saugnaepfen an der Wanne befestigen laesst und noch ein, zwei andere kleine Sachen. Ansonsten ist der Juni natuerlich wie immer schon sooo lange her, dass ich mich an Details und Kleinigkeiten garnicht mehr genau erinnern kann. :( Sorry. Daher verabschiede ich mich nun auch mit der Bilderuebersicht des Monats Juni von euch!

Viele Gruesse, Julia


Mai 2011 – 25 Monate

Juli 30, 2011

Hallo aus dem Mai,

wie sollte es auch ander sein, ist uns unser Mausemann nach der langen, anstrengenden Reise genau wie beim letzten Flug aus den USA, erstmal krank geworden. Und so, wie das Schicksal es will, war es natuerlich genau am 1. Mai, also einem Feiertag so, dass er hohes Fieber hatte und wir damit zum Notarzt mussten. Wie das oft der Fall ist, hat natuerlich immer ein Arzt Dienst, der von einem voellig anderen Fachgebiet stammt und so wissen wir bis heute nicht genau, was Noah damals hatte. Der Arzt hatte nur was von „Joah, ist schon ein wenig rot“ genuschelt, nachdem er in Noahs Ohr gesehen hatte, zum Rest hatte er aber nichts zu sagen und so sind wir dann mit Antibiotikarezept in der Hand wieder nach Hause. Noah war dann die naechsten paar Tage noch voellig angeschlagen, hatte immernoch Fieber und war eigentlich die ganze Zeit nur am Schlafen…sicherlich zum Teil noch wegen der Zeitverschiebung. Wenn Noah krank ist, dann will er nichts von irgendjemand wissen, ausser von seiner Mama. Von daher klammerte er sehr an mir und wollte erstmal garnichts mehr mit dem Rest der Familie zu tun haben, Papa inklusive, der mittlerweile auch gut angekommen war. Ich konnte kaum das Zimmer verlassen, ohne das sofort ein riesen Theater und Noah in Traenen ausbrach. Irgendwann war dann aber das Fieber weg und Noah wieder fit wie ein Turnschuh, nur das Klammern wollte er nicht lassen.

Am 03. Mai, mit einem noch etwas angeschlagenen Noah, war dann auch schon der erste Termin im Kindergarten, in dem Noah ab 01. Juni in die Krippe gehen soll. Noahs zukuenftige Erzieherinnen haben sich uns vorgestellt, Noah durfte sich alles anschauen und dann haben wir uns mehr oder weniger gegenseitig befragt. In der Gruppe sind 6 andere kleine Kinder, zwei Erzieherinnen und zum Fruehstueck und Mittagessen kommt noch eine dritte Person hinzu. Der Raum ist sehr schoen eingerichtet, alles ist offen, hell und warm. Richtig schoen. Wir haben uns dann darauf geeinigt, dass Noah am Montag den 9. Mai mit der Eingewoehnung beginnen wuerde, damit genug Zeit bleiben wuerde, um sich langsam einzugewoehnen, aber gleichzeitig auch zum 01.06. fertig zu sein.

Die Eingewoehnung klappte dann auch ganz gut. Die ersten paar Tage waren okay, da ich dabei war, aber Noah wich mir kaum von der Seite und nahm mich immer an die Hand, um sich Sachen anzuschauen. Am Ende der Woche hingegen, setzte er sich schonmal von alleine zu den anderen Kindern an den Fruehstueckstisch und ass, waehrend ich am anderen Ende des Raumes auf der Couch sass. Als es dann aber zum Teil der Eingewoehnung ueberging, an dem der Elternteil geht, lief es dann nicht mehr soo gut. Zuerst waren es nur 10 Minuten, dann 20 Minuten, dann eine Stunde, dann zwei und dann vier. Am Anfang hat Noah noch gebruellt, als ich gegangen bin, sodass wir irgendwann Corey geschickt haben, da Noah sowieso gerade so auf mich fixiert war und wir dachten, dass das ihm den Abschied erschweren wuerde und er es zugleich eigentlich gewohnt ist, von seinem Papa in der KiTa abegegen zu werden. Ruckzuck war es dann auch besser und nach dem ersten Versuch mit 20 Minuten bruellen, ging es dann innerhalb einer Woche von 20 Minuten auf 5 Minuten, dann 1 Minute zu garnicht mehr weinen. Seitdem geht er nun den ganzen Tag, also momentan, waehrend Corey und ich noch nicht arbeiten, von 8.30 – 14 Uhr und ich kann euch sagen, mir war furchtbar langweilig. Zwar war es auf der einen Seite nett, mal etwas Zeit fuer sich zu haben, aber so ganz ohne Job und ohne Kind, war mir dann doch recht schnell langweilig. Langeweile fuehrt bei mir dann immer zu Grossprojekten, anstatt mir mal einfach ein Buch zu nehmen und mich in die Sonne zu setzen (was ich mir nach dem Grossprojekt oft wuenschte, ich haette stattdessen getan). Das erste Projekt war Noahs Kinderzimmer, worauf ich mich aber schon die ganze Zeit gefreut hatte. In den USA hatten wir ja die Wohnung und das Haus gemietet und in beiden durften wir nicht streichen. In der Wohnung wusste ich dann eh, dass wir ca. 8 Wochen nach Noahs Geburt umziehen wuerden und auch, dass meine Eltern kommen wollten, so dass ich dort nie ein richtiges Kinderzimmer fuer Noah eingerichtet hatte. Im Haus schlief Noah dann durch das Stillen eh erstmal in unserem Zimmer und als er gross genug gewesen war, um in seinem eigenen Zimmer zu schlafen, kam meine Schwester Lena und hat ein paar Monate bei uns und in dem fuer Noah vorgesehenen Zimmer gewohnt. Als sie weg war, stand dann fest, dass wir wieder nach Deutschland ziehen wollten und damit habe ich das Thema Kinderzimmer dann erstmal als erledigt angesehen, denn das Geld wollte ich mir dann einfach sparen. Es ist natuerlich nun nicht so, dass der arme Noah in einem leeren Zimmer geschlafen hat, aber ich konnte es eben einfach nicht so machen, wie ich mir das immer vorgestellt hatte. Meine Family hatte netterweise schon das fuer Noah vorgesehene Zimmer ausgeraeumt und gestrichen, so dass ich dann auch sofort loslegen konnte. Ein Babybett, samt Matratze und Bettzeug stand schon bereit, von meiner Schwester Lena besorgt. :) Ihre alten Vorhaenge hingen auch noch, die ich ihr vor Jaaahren mal geschenkt hatte, die auch schoen bunt mit Streifen in verschiedenen Farben waren. Ansonsten stand im Zimmer noch ihr alter Kleiderschrank, den ich auch sofort und gerne uebernommen habe, sowie ein Sideboard von IKEA, das ich zuerst rauswerfen wollte, mich dann aber dazu entschieden habe, es erstmal zu behalten, da es eh zu den ausgewaehlten Moebeln passen wuerde. Drei Trips zu IKEA spaeter und mit zahlreicher Unterstuetzung habe ich dann die Moebel zusammengebaut. Zeitgleich kamen auf der Army Base in HD die ersten unserer Pakete an, so dass ich doch glatt sofort die Spielsachen einraeumen konnte. Das Resultat des Zimmers seht ihr in der Bilderuebersicht. Mir gefaellt es super gut.

Nach allerlei kleineren Projekten, habe ich dann irgendwann gegen Ende Mai angefangen, Stellenausschreibungen anzuschauen und mich so langsam aber sicher ans Bewerbung schreiben zu machen. Ueberraschenderweise hat mich auf der Hotelstellenanzeigenseite hotelcareer.de nicht ein einziger Job angesprochen. Die letzten 1.5 Jahre war immer was dabei gewesen, aber jetzt war garnichts dabei. Zudem habe ich mich dann noch mit ehemaligen Klassenkameradinnen unterhalten, die mir berichtet haben, was man hier in Deutschland in der Hotellerie so verdient. Und das war in 95% aller Faelle brutto weniger, als ich in den USA netto verdient habe und das, wo ja in Deutschland die Abgaben wesentlich hoeher sind als in den USA. Somit habe ich mich entschlossen, mich erstmal ausserhalb der Hotellerie umzuschauen und mich nur im Notfall auf Hoteljobs zu bewerben. Auf monster.de bin ich schnell fuendig geworden und habe taeglich mehrere Anzeigen ausgedruckt. Ich war schwer ueberrascht, wie gross doch die Fuelle an Angeboten war und das obwohl die Arbeitslosigkeit doch immer noch recht hoch sein soll. Nun ja, mir haben also gleich mehrere Sachen zu gesagt und ich habe mich dann erstmal auf 10 Ausschreibungen beworben… und da ich mich noch nie in Deutschland beworben hatte, sondern das nur auf den USA kannte, habe ich gleich mal noch am gleichen Tag mit einer Rueckmeldung gerechnet. Von wegen. Eine kam, dass meine Email erhalten worden ist und meine Bewerbung nun geprueft wird. Nach Unterhaltungen mit meinen Freunden wurde mir dann erst klar, dass es oft Tage, wenn nicht Wochen dauert, bis sich ueberhaupt mal jemand meldet. Wie frustrierend, vorallem, wenn doch laut der Anzeige jemand „dringend“ oder „ab sofort“ gesucht wird. Eine Woche spaeter kam dann aber auch schon die erste Einladung zu einem Gespraech als Marketing- und Vertriebsmitarbeiterin. Das Gespraech war aber erst im Juni, daher kann ich davon noch nicht berichten. :)

Ansonsten gibt es nicht viel neues zu vermelden. Noah geniesst sein Leben in Deutschland ganz eindeutig in vollen Zuegen. Ist ja auch ganz klar, wenn immer jemand da ist, der mit einem spielt, auf den Spielplatz geht, Unsinn macht oder Rumtobt. :) Er entdeckt jeden Tag neue Dinge und sein Wortschatz ist staendig am Wachsen. Ich koennte mich gerade in den Hintern beissen, weil ich irgendwo meine normale Noah Wortliste vergraben habe und nun nicht schreiben kann, was er diesen Monat an neuen Woertern gelernt hat. :(   Sollte sie noch auftauchen, werde ich sie natuerlich noch nachreichen, auch wenn ich momentan wenig Hoffnung sehe. :(

Ganz liebe Gruesse an euch alle,

Julia


April 2011 – 2 Jahre alt

Juli 8, 2011

Hallo Ihr Lieben,

Das Worträtsel des letzten Monats hat ja massive  Begeisterung aufgerufen und ich danke der einzigen Person, die sich erbarmt hat mitzumachen, ganz recht herzlich. Danke, lieber Al, du gewinnst also automatisch, aber auch, weil dein Tipp für das Wort, auf das du getippt hast richtig war. Du gewinnst ürbigens einen Kaffee bei mir daheim, meld dich also bitte, wenn du mal Zeit hast. :)

Die Auflösung lautet also:

Fifich = Pfirsich

Dutruck = Lutscher (ich geb’s zu, das war so schwer, dass ich es selbst nicht mehr wusste, mir aber Gott sei Dank notiert hatte).

Wo wir’s grad von Wörtern haben, kann ich gleich mal noch Noahs Wortliste posten, denn die ist in diesem Monat explodiert:

Abbl = Apfel/ Apple

Adi = Daddy

Adiiii = Hatschi

Affe

Auf

Baby

Bagger

Nanen = Baden

Ball

Ballo (=Ballon)

Bau = Baum

Bi = Biber

Bi = Binky (=Schnuller)

Biba = Pizza

Book

Boon = Spoon

Buch

Buba = Opa

Bus

Bye

Car

Chair

Choo Choo

Chuuus = Juice

Cow

Daudo = Auto

Dadoh = Traktor

Dedi = Fertig

Ni-Nong = Ding Dong (Kirchenglocke)

Do = Dog

Door

Duh = Duck

Du(k) = Truck

Ei fuer Ei oder Eis

Eiiiiiis = heiss

Elephant

Fire Truck

Fish

Frog

Glasses

Hallo

Hase

Hat

Hi

Hose

Hug

I am done.

I am duck = I am stuck (sagt er meist, wenn er im Auto/Kinderwagen angeschnallt sitzt und raus will)

I know

I want a hug.

I want more, please.

Kuh

Mai = Mais

Mama

Mami

Mehr

Miau

Mich = Milch

MINE!

Monkey

Moo / Muh

More

Muma = Oma

My Car.

Nena = Lena

Niiii = Knie

Nina = Lisa

Nino = Dino

Oh geez

Oh WOW!

Koink Koink = Oink Oink

Okay

Pain = Plane

Phone

Pig

Poopoo = in die Windel gemacht

Schuhe

Sit down, … now.

Snow

Snowing

Sock

Stop it.

Süss = Tschuess

Ti = Tree

Where…? (z.B. ‘Where daddy?’)

Woof = bellen

Sonst gibt’s natürlich eine ganze Menge zu berichten. Aber fangen wir mal ganz von vorne an, denn am 03. April war ja erstmal Noahs zweiter Geburtstag. Wie die Zeit in den letzten 730 Tagen vergangen ist, ist wirklich unglaublich. Es kommt mir vor, als wäre es erst gestern, da hielt ich dieses kleine Bündel im Arm:

Und was sich anfühlte wie ein paar Wochen und ein paar Nächte mit wenig Schlaf, sass dieser junge Mann auf meinem Schoss:

Und kaum war der erste Geburtstag gefeiert, war es schon fast bereit den zweiten zu feiern. Und nun tobt dieser Racker durch’s Haus:

Noahs zweiten Geburtstag haben wir natürlich morgens zu dritt zu Hause gefeiert. Seine Geschenke hatte ich schon am Abend zuvor aufgebaut, nachdem Noah nachdem er mit mir zusammen Cupcakes gebacken hatte, müde ins Bett gefallen war. Anstatt eines Kuchens gab es einen Cupcake mit einer roten 2er Kerze, die er auch sofort alleine ausgeblasen hat. Dann ging es ans Geschenke auspacken und er war von allem völlig begeistert. Mit Abstand haben ihm aber die Autos am besten gefallen, die er ja bei seinen ‘grossen’ Freunden immer schon bewundert hat. Und nun hat er 9 eigene ‘richtige’ Autos (d.h. keine Babyautos) und einen Autotransporter, die er nicht mehr aus der Hand legt. Mit dem Rest der Geschenke spielt er zwar auch, aber die Autos haben es ihm auf jedenfall richtig angetan. ;)

Da der 03. April ein Sonntag und damit Wochenende war, haben wir direkt auf diesen Tag auch Noahs Geburtstagsfeier gelegt. Ich hatte wochenlang nach der richtigen Location gesucht, denn eigentlich wollte ich den Geburtstag in einem dieser indoor playgrounds machen, wo die Kiddies rennen, toben und klettern können. Das hätte mich allerdings $285 nur für die zwei Stunden selbst gekostet, ohne Kuchen, ohne Spiele, ohne Deko, ohne alles. Das fand ich dann doch etwas teuer für einen Kindergeburtstag und wir haben den Geburtstag dann bei Greaters, einem Eisladen mit Spielfläche, gefeiert. Immernoch nicht kostenlos, aber wesentlich kostengünstiger als der Rest. Wir wollten eigentlich nur vier Kinder einladen, aber dann kommt man ja immer ins gleiche Dilemma, denn wenn ich die einlade, dann muss ich auch die einladen, weil sie’s eh mitkriegen würden und dann sonst beleidigt wären. ;) Und im Endeffekt waren dann 10 Kinder da plus Noah. Den Kids hat es Spaß gemacht, es wurde viel gerannt, geklettert und gerutscht, es gab Eistorte und Cupcakes, Zaubertricks und Basteln. Alles in allem ein äußerst erfolgreicher Tag, nachdem Noah auch abends völlig k.o. ins Bett gefallen ist. Hier ein kleiner Überblick über Noahs zweiten Geburtstag:

Der Rest des April ging fast unbemerkt an mir vorbei. Viel gemacht haben wir nicht, außer zu packen, zu packen, Sachen zu verkaufen und noch ein paar mehr Sachen zu packen. Den Großteil unserer Babysachen, die wir nicht mitnehmen konnten, bin auf der Baby Bonanza in Dublin losgeworden, einem Flohmarkt für Baby- und Kindersachen. Selbst habe ich dort auch so einen wackeligen, total alten, hässlichen, dreckigen Buggy erworben, für geschlagene $2. So einen wollte ich nämlich für den Flughafen, da ich das Debakel vom letzten Flug nach Deutschland nicht wiederholen wollte. Da hatte ich nämlich fast meinen Anschlußflug verpasst, weil ich unseren normalen Kinderwagen am Gate gecheckt hatte. Um das zu tun, musste man allerdings die Räder abnehmen, was an sich kein Problem war. Diese aber alleine wieder dranzumachen, während man vollbeladen zwischen Menschenmassen sitzt mit einem einjährigen Kind, dass alle zwei Sekunden wegrennt, ist nicht so einfach gewesen. ;) Aus diesem Grund habe ich mich dazu entschlossen, unseren tollen Kinderwagen diesmal ganz einzuchecken, mit den Koffern und nur so einen kleinen Buggy mit ins Handgespäck zu nehmen, den man ruckzuck aufklappen und zusammenklappen kann. Was ich sonst bei der Baby Bonanza nicht losgeworden bin, habe ich dann an Lauren, meine Nachfolgerin im Hotel, weitergegeben, die in der 15. Woche schwanger ist und mir auch auf den Flohmarkt ausgeholfen hat. Am Tag nach Noahs Geburtstag habe ich  dann seine ‘alten’ Spielsachen, also alle die, die er schon vor seinem Geburtstag hatte, verpackt und weggeschickt. Ab Mitte April sah unsere Wohnung dann also doch sehr leer aus. Schlaf- und Kinderzimmer waren ja schon seit Wochen nur noch spärlich bestückt, nämlich jeweils mit einem Bett und Klamotten im Schrank. Im Wohnzimmer hing nichts mehr an den Wänden, Spielsachen waren weg (außer die neuen), sonst standen nur noch Couch, Fernseher, Entertainment Center, Couch und Esstisch. Alles leer, versteht sich. Die Sachen blieben uns noch bis zum bitteren Ende, da wir sie alle an Freunde bzw Corey Bruder verkauft hatten. Das Wochenende vor unserem Auszug sind Corey und ich dann mit unseren Freunden in eine Bar gegangen und haben dort den Abend verbracht und uns von allen verabschiedet. Naja, ich zumindest, denn Corey hat alle dann noch etliche Male gesehen, nachdem Noah und ich schon weg waren. ;) Am Freitag, den 22. April, hatte ich dann meinen letzten Arbeitstag. Irgendwie ein komisches Gefühl. Meine Nachfolgerin Lauren ist ja wie gerade erwähnt schwanger und ist leider so sehr von der Morgenübelkeit, die bei ihr eine Abendübelkeit geplagt, dass sie fast jeden Abend sechs Stunden im Bad verbringt. Zusätzlich hatte sie sich dann noch eine Grippe eingefangen,mit der sie flach lag und so fehlten uns ein paar Trainingstage, weshalb wir am diesen Freitag so viel zu tun hatten, dass ich nicht mal dazugekommen war, meinen Schreibtisch auszuräumen, bevor ich gehen musste. Denn Abends hatte meine Freundin Jennifer eine Abschiedsfeier bei Las Margarita für mich geplant, zu der nicht natürlich erscheinen musste/wollte. Somit musste ich dann Montags nochmal schnell ins Hotel, meine Sachen holen. ;)

Samstag war dann der große Tag und es ging ans Ausziehen. Lee, der Mann meiner Freundin Jen, der General Manager in einem Extended Stay Hotel ist, hat uns für drei Nächte eine Suite in seinem Hotel kostenlos zur Verfügung gestellt. Das war unheimlich nett von ihm und hat unser Leben für diese letzten drei Tage erheblich erleichtert. Eigentlich dachte ich, wir wären optimal vorbereitet, denn wir hatten ja kaum noch was im Haus und unsere Koffer waren auch gepackt, aber irgendwie hat es dann doch den ganzen Tag bis spät in die Nacht gedauert, bis wir komplett ausgezogen waren. Die Tatsache, dass ich immer nur drei Koffer ins Auto bekommen habe und wir allein neun davon hatten plus den ganzen anderen Kram wie Handtaschen, Kinderwagen, Lebensmittel und Getränke für die drei Tage, hat natürlich nicht geholfen und so musste ich vier Mal zum Hotel fahren, was allein 20 Minuten von unserem Haus weg war. Aber egal, um halb elf waren wir im Hotel und fix und fertig. Sonntag war Ostern und wir haben Noah ein kleines Osterkörbchen gerichtet gehabt, aber es war natürlich nicht so schön, so im Hotel, zwischen Koffern, ganz ohne Deko, etc. Aber mit seinen zwei Jahren versteht er das ja eh noch nicht so wirklich und wird uns sicherlich verzeihen, auch, dass wir durch unseren Umzug dieses Jahr den Easter Egg Hunt verpasst hatten. :( Dann ging es noch ein letztes Mal ins Haus, die allerallerletzten Sachen erledigen und dann waren wir abends bei Jen und Lee zum Osteressen eingeladen. Wie immer gab es Dutzende Leckereien und auch einen Osterkorb für Noah und natürlich einen für Nate, von uns dreien.

Montags haben wir dann nichts großartiges mehr gemacht, noch hier und da die letzten Kleinigkeiten für die Reise erstanden und abends waren wir dann nochmal mit Jen, Lee und Nathan Essen und damit war dann unser, also Noahs und mein  letzter Tag in den USA vorüber. Morgens ging es dann gegen 9 Uhr an den Flughafen. Ein Freund von Corey hat uns mit seinem Truck mit riesiger Ladefläche an den Flughafen gefahren. Als wir dann vor dem Flughafen standen und unser Gepäck in seiner Gesamtheit gesehen habe, wurde mir dann aber ganz schön mulmig. Ich wünschte, ich hätte ein Foto gemacht für euch. Mir wurde ganz schlecht beim Gedanken daran, dass ich das in Frankfurt alles alleine mit zweijährigem Anhang wieder abholen müssen würde. Wir haben es schliesslich schon zu zweit nicht geschafft, dass überhaupt in den Flughafen zu bekommen. FLughafenpersonal hat uns dann letztendlich mit einem riesigen Wagen ausgeholfen und hat folgendes zum Schalter transportiert:

- 3 Koffer der größten Größe

- eine riesige Army Bag

- 2 Handgepäckskoffer

- 2 riesengroße Pakete (so gross, ich hätte doppelt reingepasst) einmal für den Kinderwagen und einmal für den Transportkorb des Kinderwagens

- Handtasche

- Rucksack

- Wickeltasche

- Fototasche

- Winterjacke

Bis das alles eingecheckt war, Tickets gedruckt und was nicht noch alles, waren locker 20 Minuten rum. Dann hatte ich ‘nur noch’ die zwei Handgepäckskoffer, Hand- und Wickeltasche, Rucksack, Fototasche, Winterjacke plus Kind im Kinderwagen. Das hat man dann grad so einigermassen verstaut, dann gehts natürlich gleich durch die Kontrolle und man muss alles ablegen, ausziehen, auf Kisten verteilen, Kind aus dem Wagen nehmen und aufpassen, dass es nicht wegrennt, während man verzweifelt versucht, alles andere durch das Röntengerät zu schieben. Ich habe geschwitzt wie blöd, als ich da durch war, ich kanns euch garnicht sagen. ;) Und dann natürlich erstmal ans Gate und dort ewig gewartet. Mit Kleinkind darf man natürlich dann als erster boarden, was sehr nett ist, aber den Buggy musste ich dann natürlich zusammenklappen und abgeben. Netterweise hat mir dann eine Stewardess geholfen, sonst hätte ich es erst garnicht an Bord geschafft mit dem ganzen Gepäck. Und das ist keine Übertreibung. Es war einfach unmöglich, dass alles gleichzeitig zu tragen. Bis ich alles verstaut hatte, war der Rest der Fluggäste auch an Board und schon ging es los. Erstmal tief durchatmen, erste Hürde genommen. Noah ist dann auch gleich eingeratzt und hat den ersten Flug aufrecht sitzend verschlafen. ;) In Atlanta angekommen habe ich dann erstmal alle anderen Leute aussteigen lassen und dann hat man mir wieder geholfen, sonst würde ich jetzt noch im Flieger sitzen. Natürlich ist Atlanta ein riesengroßer Flughafen und wie sollte es auch anders sein kamen wir natürlich an dem Gate an, dass am weitesten von unserem nächsten Gate weg war an. Von oben bis unten vollgepackt, mit Noah im Kinderwagen und zwei Handgepaeckskoffern (aufeinandergebunden) hinter mir her schleifend, bin ich dann durch den Flughafen gewatschelt. Zu allem Uebel haben die Raeder des unteren Koffers nach nur wenigen Metern aufgrund der Schwere des obenaufliegenden Koffers aufgegeben. Durch das Gewicht konnten sie nicht mehr rollen und haben sich dann so verkantet, dass nichts mehr ging. Somit durfte ich diese also praktisch hinter mir herziehen, waehrend sie auf dem Boden geschleift haben. Ich dachte echt, ich komm niemals an diesem Gate an. Irgendwie habe ich es dann doch geschafft und mich voellig fertig in einen Sitz am Gate geworfen, bis es kurze Zeit spaeter schon mit dem boarden losging. Hatte also doch einen Vorteil, dass ich so lange vom einen zum anderen Gate gebraucht habe. :) Nun ja, wie immer durften wir zuerst einsteigen und wie immer haette ich es ohne Hilfe nicht geschafft. Eine Frau, die selbst frueher mal mit zwei kleinen Kinder gereist ist, hat sich meiner angenommen und mir in Atlanta und dann auch spaeter in Frankfurt geholfen. Der Flug an sich war wesentlich angenehmer, als der Aufenthalt am Flughafen. Noah hat zwar die ersten zwei Stunden nur auf dem Sitz rumgeturnt, aber nicht so, dass man es nicht haette aushalten koennen. Er ist halt etwas auf seinem Sitz hoch und runter gehopst und hat zur Dame hinter uns in etwa 30 Mal „Hi“ gesagt. Das war’s auch schon. Irgendwann schlief er dann ein und ich habe ein bisschen fernsehen geschaut, bin dann aber selbst auch eingeschlafen. Noah ist hier und da mal aufgewacht und lag immer irgendwie auf mir drauf, so dass die Nacht fuer ihn definitiv bequemer war, als fuer mich. Nach ewig vielen Stunden waren wir dann irgendwann in Frankfurt und die Frau aus Atlanta hat mir wieder geholfen. Am Gepaeckband angekommen, ueberkam mich dann wieder die Panik, denn es war schlichtweg unmoeglich, das ganze Zeug auf einen Gepaeckwagen zu kriegen. Ein Armytyp sprach mich dann an und bot mir seine Hilfe an, da er zuerst dachte, wir waeren mit der Army da. Er hat sich dann noch Hilfe von einem anderen Mann geholt und die beiden haben zwei Gepaeckwaegen bis oben hin vollgeladen gehabt und ich bin mit Noah im Kinderwagen hinterher marschiert. So haben sie mich bis zum Zoll transportiert, wo ich natuerlich prompt rausgezogen wurde. Wie haette es auch anders sein sollen. Die junge Frau fragte mich dann gleich, warum ich mit soviel Gepaeck reisen wuerde. Meine Antwort war natuerlich, da wir gerade wieder nach Deutschland ziehen und sie meinte dann, dass ich unser ganzes Zeug ja dann sicherlich als Umzugsgut angemeldet haette. *Herz rutscht in die Hose*. Aehm, nein!? Nach einigem hin und her konnte ich ihr dann erklaeren, dass ich nichts dabei haette, ausser persoenlichen Gegenstaenden wie Bildern, Klamotten, etc. Und als ich die Frage nach elektronischen Geraeten und Schmuck beneinte, hat sie mich dann durchgelassen. Ich hatte ja schon 7 Zollbeamte durch unser gesamtes Gepaeck wuehlen sehen, welches ich ja dann alleine haette wieder einpacken duerfen. Der blanke Horror. Gott sei Dank blieb mir das aber ja erspart. Dann noch wenige Meter bis zur Schiebetuer und dahinter dann endlich meine Family. Der Moment, auf den ich 19 Monate gewartet hatte. Unbeschreibliche Freude und Glueck!!! Ich konnte es kaum fassen, dass der Zeitpunkt endlich da war und das diese Reise endlich ein Ende hatte.

Zu Hause gab es dann wie immer erstmal ein grosses Fruehstueck im Kreise der Familie. Noah gefiel die Aufmerksamkeit von Anfang an und man konnte ihm richtig ansehen, wie sehr er es genossen hat, dass staendig jemand da war, der mit ihm spielen wollte. Die Muedigkeit hat uns dann aber die ersten zwei Tage immer wieder uebermannt und wir haben nicht wirklich viel gemacht, ausser uns im Rathaus anzumelden und Kindergeld zu beantragen. :)

So, jetzt habe ich mir wirklich die Finger wund geschrieben und hoere auf. ;)

Ich sende euch ganz liebe Gruesse von deutschem Boden aus,

Julia


23. Monat – Maerz 2011

April 24, 2011

Hallo Ihr Lieben,

Wir naehern uns dem Umzug und es gibt immer noch sooo viel zu tun. Dabei raeumen wir echt jeden Tag, erledigen staendig Sachen und man kann nicht wirklich einen Unterschied sehen.*Augen roll*. An einem Wochenende in diesem Monat habe ich mich zur meist gehassten Person in Worthington gemacht, als ich mit FUENF Paketen auf der Post einmarschierte. Als ich ankam haben zwei Postbeamtinnen gearbeitet und nur eine Person war vor mir, niemand hinter mir. Die zweite Person ist dann aber weg, als ich am Schalter war und als meine 5 Pakete frankiert und abgestempelt waren, standen ungelogen ca. 40 Leute in der Schlange hinter mir. Ich kann leider aber nur am Wochenende, denn unter der Woche fuenf riesen Pakete und ein Kleinkind alleine auf die Post zu schleifen, ist so ziemlich unmoeglich. Das einzig gute an der Sache war, dass es nur $97 gekostet hat die 3 riesig grossen und zwei Buecherpakete zu verschicken. Die Buecherpakete konnte ich mit media mail verschicken, was lange dauert, aber unheimlich billig ist. Fuer etwa 40 Pfund Buecher habe ich so um die $15 bezahlt.

Das Wochenende drauf habe ich dann nochmal vier Pakete geschickt, aber vor lauter Panik, dass sich wieder so eine grosse Schlange hinter mir bildet, bin ich diesmal zu zwei verschiedenen Postaemtern und habe auf jedem jeweils zwei Pakete angeschickt. Gott sei Dank habe ich auch endlich einen Karton gefunden, der gross genug ist, um den Tragekorb von Noahs Kinderwagen zu verschicken. Ich bin ja mal gespannt, ob ich am Flughafen Probleme bekomme, wenn ich zwei grosse Kartons statt nur einem habe. Ich hatte schon mal bei der Fluggesellschaft angerufen, der junge Mann am Telefon meinte, dass es kein Problem sein sollte, da es ja beides jeweils zum Kinderwagen gehoert, den man kostenlos mitnehmen/ eincheck darf, wenn man mit Kind reist. Ich bin ja mal gespannt. Im schlimmsten Fall, muss Corey den Tragekorb dann halt auf die Post schleifen und schicken. Er fliegt ja erst eine Woche nach uns.

Eine vierte Tasche haben wir mittlerweile auch gefunden und somit besteht unsere Sammlung nun aus drei grossen Koffern und einer Army Dufflebag.  Fehlt nur noch ein weiterer Koffer und eine weitere Tasche. Eines abends habe ich mal alle Klamotten aus meinem Schrank gerissen und in der Dufflebag verstaut. Und da ging einiges rein, aber mit dem Gewicht war ich mir nicht sicher, da wir keine Waage haben. Haette also sein koennen, dass da 70 Pfund drin waren, was toll ist, dass da soviel einpasst, aber leider darf die Tasche ja nur 50 wiegen.

Das Wetter ist zwischendurch immer mal besser, so dass wir zwischen all dem packen und planen auch hier und da mal was aufregendes machen koennen. So konnten wir nun schon ein paar Mal zum Spielplatz duesen und im Zoo waren Noah und ich auch mit Stella und Carson. Sonst warten wir auf besseres Wetter, damit wir wieder draussen spielen koennen. Momentan ist es leider meistens viel zu kalt, so dass es einem wirklich fast die Nase abfriert, wenn man draussen ist.

Ich kann berichten, dass Noah diesen Monat wieder ein paar neue Woerter aufgeschnappt hat und habe mir gedacht, ich veranstalte mal ein Ratespiel. Die beiden Woerter sind aus der Kategorie Essen und Trinken. Hinterlasst mir einen Kommentar mit eurem Tipp, um welche Woerter es sich dabei handelt:

1. Fifich

2. Dutruck

Aufloesung gibts im naechsten Monat. ;) Und hier die monatliche Wortliste. Die neusten Worte sind wie immer rot markiert:

Abbl = Apfel/ Apple

Adi = Daddy

Adiiii = Hatschi

Affe

Baby

Nanen = Baden

Ball

Ballo (=Ballon)

Bau = Baum

Bi = Biber

Bi = Binky (=Schnuller)

Biba = Pizza

Boon = Spoon

Bu fuer Buch oder Book

Buba = Opa

Bus

Bye

Car

Choo Choo

Chuuus = Juice

Cow

Daudo = Auto

Dadoh = Traktor

Dedi = Fertig

Ni-Nong = Ding Dong (Kirchenglocke)

Do = Dog

Duh = Duck

Du(k) = Truck

Ei fuer Ei oder Eis

Eiiiiiis = heiss

Hallo

Hase

Hi

I know

I want more

Kuh

Mai = Mais

Mama

Mami

Mehr

Miau

Mich = Milch

MINE!

Moo / Muh

More

Muma = Oma

My Car.

Nena = Lena

Niiii = Knie

Nina = Lisa

Nino = Dino

Oh geez

Oh WOW!

Koink Koink = Oink Oink

Okay

Pain = Plane

Phone

Poopoo = in die Windel gemacht

Schuhe

Sock

Suss = Tschuess

Ti = Tree

Woof = bellen

Viele liebe Gruesse an euch alle,

Julia

 


22. Monat – Februar 2011

April 24, 2011

 Hallo Ihr Lieben,

Obwohl es noch zwei Monate bis zu Noahs zweitem Geburtstag sind, kann ich euch berichten, dass Noah auf jedenfall schon in den „terrible twos“ angekommen ist. Die Wutanfaelle mehren sich. ;) Ein „Nein“ ist meist der Ausloeser fuer einen Heulanfall und wuetendes auf dem Boden hin und her rollen. Meistens kann man ihn aber schnell wieder ablenken und genauso schnell wie der Wutanfall kam, ist er auch wieder vorbei.

Noah geht nun von 11 bis 3.30 zum Daycare, also in etwa eine Stunde laenger als zuvor. Somit kann ich eine Stunde laenger arbeiten, was wunderbar funktioniert. Ich habe naemlich im Hotel den Hochzeitsverkauf uebernommen und es scheint, dass alle Braeute um 2.30 in Hotels anrufen, um Infos zu bekommen. Das war dann leider immer die Zeit, zu der ich gehen musste, von daher habe ich gefragt, ob es moeglich ist, dass ich statt um 6 erst um 7 komme und dann eben eine Stunde laenger bleibe. Mein Chef hatte nichts dagegen einzuwenden und das klappt nun wunderbar. Noah hat somit auch die Chance bei den Bastelarbeiten mitzumachen und hat auch genug Zeit, draussen auf dem Spielplatz zu spielen. Vorher war es meist so, dass er direkt zum Mittagessen kam, dann wurde Mittagsschlaf gehalten und bis die Kiddos ihren Snack gegessen hatten, war ich dann schon da zum Abholen. Noah geniesst es sichtlich und auch seine Erzieherin hat mir gedankt, da sie nun mehr Zeit mit ihm verbringen darf. :)

Das Wetter ist schrecklich. Immernoch bitterkalt und staendig schneit es. So langsam habe ich vom vielen Drinsein echt die Schnauze voll. :) Noah uebrigens auch. Hin und wieder schlendern wir mal durch die Mall und dann darf er auf dem Indoor Spielplatz toben. Einmal waren wir mit Jen, Lee und Nathan im COSI, dem Science Museum, in dem wir schon mal waren, um uns die Titanic Ausstellung anzuschauen. Noah und Nathan hatten richtig viel Spass und auch wir Erwachsenen konnten in den Ausstellungen, die wir beim letzten Mal nicht gesehen hatten, richtig was lernen. Hoffentlich finden wir nochmal die Zeit hinzugehen, ich habe naemlich nochmal zwei Freikarten.

Ansonsten gibt es nicht allzu viel zu berichten. Noah plappert den ganzen lieben Tag lang und hin und wieder ist ein richtiges Wort dabei. Noch hat er keine Woerter selbst zusammengestellt, aber ich denke, der erste Satz der aus mehreren Woertern besteht, wird nicht mehr allzu lange auch sich warten lassen. Er singt mittlerweile auch richtig viel. Wenn man mit ihm Old McDonald singt, singt er an den richtigen Stellen imm E-I-E-I-o mit. Zu putzig. Ich versuche es staendig auf zunehmen, aber sobald er die Kamera sieht, jetzt er sich auf meinen Schoss und will die bereits geschossenen Bilder anschauen. ;) Twinkle Twinkle Little Star singt er auch des oefteren. Die Woerter sind natuerlich nicht die richtigen, aber man kann ganz eindeutig erkennen, welche Strophe er gerade singt.

Wie die Monate machen wir in unserer Freizeit nicht viel besonderes, da wir staendig mit dem Umzug beschaeftigt sind. So galt es von Pakete packen, Geburtsurkunden und Apostillen bestellen, Sachen verkaufen, etc so einiges zu tun. Mittlerweile sind die ersten drei Pakete auch auf der Army base angekommen. Ende des Monats habe ich dann auch dem Director of Sales Bescheid gegeben, dass wir nach Deutschland ziehen und ich somit am 22.04. zum letzten Mal arbeiten werde. Ich konne so in etwa die ersten drei Woerter rausbringen, bevor das Schluchzen began. ;) Garnicht so leicht seinen Job zu kuendigen, wenn man seinen Job so unheimlich gerne macht. Linda, die Directorin, hat mit dann auch am naechsten Tag gebeichtet, dass sie nach unserem Gespraech auch erstmal auf die Toilette geflitzt ist und dort ein paar Traenen verdrueckt hat. Es hat dann ganze drei Tage gedauert, bis ich es dann meinem Hoteldirektor berichten konnte, weil es mir jedes Mal auf dem Weg zu seinem Buero so den Magen umgedreht hat, vor lauter Aufregung und Panik heulend vor meinem Chef zu sitzen. Irgendwann habe ich es dann aber doch geschafft und mit einmal zwischendurch tief durchatmen, dann auch ohne Traenen geschafft. ;) Jetzt ist es also offiziell, dass wir in etwa 8 Wochen den Abflug machen.

So, nun aber wieder zurueck zu Noah. Seine Wortliste wird immer laenger:

Adi = Daddy

Adiiii = Hatschi

Affe

Ase = Hase

Baby

Nanen = Baden

Ball

Ballo (=Ballon)

Bau = Baum

Bi = Biber

Bi = Binky (=Schnuller)

Biba = Pizza

Bu fuer Buch oder Book

Buba = Opa

Bus

Bye

Car

Chuuus = Juice

Cow

Daudo = Auto

Dadoh = Traktor

Dedi = Fertig

Do = Dog

Duh = Duck

Du(k) = Truck

Ei fuer Ei oder Eis

Eiiiiiis = heiss

Hallo

Hi

I know

I want more

Kuh

Mai = Mais

Mama

Mami

Mehr

Miau

Mich = Milch

MINE!

Moo / Muh

More

Muma = Oma

Nena = Lena

Nina = Lisa

Nino = Dino

Oh geez

Oh WOW!

Okay

Poopoo = in die Windel gemacht

Schuhe

Sock

Suss = Tschuess

Ti = Tree

Woof = bellen

 

 

Und hiermit verabschiede ich mich dann auch wieder bis zum naechsten Monat!

Liebe Gruesse an euch alle,

Julia


21. Monat – Januar 2011

März 20, 2011

Hallo ihr Lieben,

Wo ich gerade am Pc sitze und Noah Mittagsschlaf macht, dachte ich mich, ich schiess noch gleich einen Monat hinterher. :)

Das Projekt „Umzug“ steht immernoch sehr im Mittelpunkt. Leute gehen hier ein und aus um Sachen zu kaufen, die ich bei craigslist zum Verkauf angeboten habe. Die Sachen im Keller sind sortiert nach Mitnehmen und Verkaufen. Der Mitnehmstapel wird immer groesser, viel groesser, als wir vorhatten. Wir koennen unsere Sachen aber an eine ehemalige Arbeitskollegin von Corey schicken, was fast schon billig ist, wenn man das verschicken per Post auf eine Army Base mit zusaetzlichen Koffern vergleicht. Ein paar Boxen sind schon gepackt, aber noch nicht losgeschickt. Jetzt geht es erstmal nur ums Reduzieren der Masse. ;) Ein Nachmieter fuer unser Haus ist auch gefunden. Puh! Unser Mietvertrag laeuft naemlich eigentlich bis Ende Mai, aber zumindest Noah und ich fliegen ja schon am 22.04. los, Corey am 03.05. Daher wollten wir naetuerlich nicht nochmal einen kompletten Monat Miete zahlen, wenn wir garnicht mehr hier wohnen. Das Paar, das wir gefunden haben, will gleich Anfang Mai einziehen, daher haben wir das Wochenende vor unserem Abflug als Auszugsdatum festgelegt. Wo wir dann allerdings die paar Tage bis zum Abflug wohnen steht noch nicht fest. ;)

Noahs Wortschatz waechst und waechst. Diesen Monat war ich auch ganz fleissig und habe wirklich jedes Wort aufgeschrieben, dass ich neu gehoert habe. Hier ist die laufende Liste, in der die neuen Woerter wie immer rot geschrieben sind:

Abbl = Apfel/ Apple
Adi = Daddy
Adiiii = Hatschi
Affe
Ase = Hase
Baby
Ball
Ballo (=Ballon)
Bau = Baum
Bi = Biber
Bi = Binky (=Schnuller)
Biba = Pizza
 Bu fuer Buch oder Book
Buba = Opa
Bus
Bye
Car
Chuuus = Juice
Cow
Daudo = Auto
Dadoh = Traktor
Dedi = Fertig
Do = Dog
Duh = Duck
Du(k) = Truck
Ei fuer Ei oder Eis
Eiiiiiis = heiss
Hallo
Hi
I know
I want more
Kuh
Mai = Mais
Mama
Mami
Mehr
Miau
Mich = Milch
MINE!
Moo / Muh
More
Muma = Oma
Nena = Lena
Nina = Lisa
Nino = Dino
Oh geez
Okay
Poopoo = in die Windel gemacht
Suss = Tschuess
Ti = Tree
Woof = bellen

Noah kann nicht nur viel sagen, sondern scheint auch wirklich fast alles zu verstehen. In beiden Sprachen! Ich spreche zwar hier und da auch mit ihm Englisch, aber nur, wenn jemand dabei ist, der kein Deutsch kann. Solange es nur wir beide sind, wird Deutsch gesprochen, sei es zu Hause im Auto, im Supermarkt…ueberall. Wenn Noah in der Badewanne sitzt, ueben wir das „auf Koerperteile zeigen“ und er kennt nun: Haare, Ohren, Augen, Nase, Mund, Zunge (sein Favorit!), Bauchnaben, Knie, Fuesse und Haende. Wo wir’s gerade vom Baden haben, vor dem Baden zieht er nun seine Socken und Hose alleine aus. Mit den Hemdchen hapert es noch etwas, denn viele von ihnen haben Knoepfe und das mit dem ueber den Kopf ziehen, klappt auch noch nicht, aber Hose und Socken kann er schonmal. ;)

Sonst singt er immer und immer mehr. Es fing an mit selbst erfundenen Liedern, deren Text meistens nur Lalalalalala bestand. Mittlerweile singt er so gut, dass man nicht nur das Lied sondern auch die Strophe erkennt. Sein Favorit ist Twinkle Twinkle Little Star, das singt er ganz oft. Nach Monate langem Ueben kann er nun auch ueber Nacht auf einmal fast alle Tiergeraeusche. Monatelang hat er nur geschaut und gegrinst, wenn man die Tiere immitiert hat und eines Tages machte er sie dann alle, von Roar fuer den Loewe bis hin zum Quack der Ente.

Sonst ist nicht viel los. So langsam habe ich die Schnauze voll vom Winter und vom staendigen im Haus sitzen, denn leider ist es so bitter kalt, dass man nicht mal raus kann, im Schnee spielen. Von daher verbringen wir die meiste Zeit im Haus, hin und wieder geht es aus Verzweiflung in die Mall, damit Noah auf dem Indoor Spielplatz spielen kann.

Mit diesen Worten verabschiede ich mich dann auch wieder, denn es gibt einfach nicht mehr zu berichten. Liebe Gruesse an euch, Julia

 

 

 

 

 
 

 

  

  

 


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